Geldregen 100.000 Euro flatterten über Autobahn
Bochum - Die Fahrt wird ein 42-jähriger Mann aus Marl nicht so schnell vergessen - sie wird vermutlich die teuerste seines Lebens sein: Er hatte auf dem Autodach seine Tasche abgelegt, dann startete er den Wagen und fuhr in der Nähe von Bochum auf die Autobahn.
Im Scheitelpunkt einer Kurve der A43 verlor der 42-Jährige nach Angaben der Polizei die kostbare Tasche. Das Geld flatterte über die Autobahn. Der Mann bemerkte den Verlust aber zunächst nicht. Erst als er die Autobahn verließ, machte ihn ein anderer Autofahrer auf das Missgeschick aufmerksam - doch zu spät.
Als die Beamten der Autobahnpolizei an der Stelle eintrafen, hatte ein bisher Unbekannter den Fund seines Lebens gemacht und etwa 97.000 Euro mitgenommen. "Die restlichen Scheine klebten an der Mittelleitplanke", sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Dortmund. Außerdem habe man Banderolen gefunden, wie sie für Geldbündel verwendet werden. Die Polizei appellierte an den Finder, sich zu melden und das Geld zurückzugeben. Gegen den Unbekannten werde wegen Fundunterschlagung ermittelt.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa wollte der Mann mit der Summe ausstehende Löhne einer insolventen Firma bezahlen. Er sei auf dem Weg zum Insolvenzverwalter gewesen. Nun müssten die 35 Angestellten der Firma um den Fortbestand ihrer Arbeitsstellen zittern.