Sylvio Dittrich / IMAGO
Der Run auf den stillen Romantiker bricht Rekorde. So menschenleer wie hier im Dresdner Albertinum dürfte kaum jemand eine der diversen Caspar-David-Friedrich-Ausstellungen erlebt haben, mit denen der 250. Geburtstag des Künstlers in Deutschland gefeiert wurde: Mit 335.000 Gästen erreichte die Jubiläumsschau in der Hamburger Kunsthalle, die am 1. April schloss, die höchste jemals erzielte Besucherzahl des Museums.
Der 1840 gestorbene und lange vergessene Maler erlebt einen regelrechten Hype. »Nie wurde der Künstler so innig geliebt wie heute« , konstatiert der SPIEGEL. Vielleicht verdankt sich seine Popularität der neuen Sorge um Naturzerstörung und Klima – vor mächtigen Landschaften schrumpft der Mensch in Friedrichs Werken oft zur Miniatur.