Genanalyse: Verbrannte Leiche ist Julia - DER SPIEGEL
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Genanalyse Verbrannte Leiche ist Julia

Die gestern gefundene Mädchenleiche ist die acht Jahre alte Julia aus Biebertal. Das hat jetzt eine DNS-Analyse ergeben. Offenbar gibt es bereits eine Spur zum Mörder.
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Gießen - Die Obduktion hatte ergeben, dass das Kind an schweren Kopfverletzungen gestorben war und anschließend verbrannt wurde. Die Leiche wurde in der Nacht zum Mittwoch in einem Waldstück bei Niddatal gefunden, etwa 50 Kilometer von Julias Wohnort Biebertal entfernt.

Die Polizei fahndet seither nach dem Täter, der sich beim Anzünden des Holzstapels wahrscheinlich Brandverletzungen zugezogen oder Haare und Kleidung versengt habe. Weil das Holz vermutlich zunächst mit Benzin übergossen wurde, ermittelt die Polizei außerdem bei Tankstellenbesitzern, ob dort jemand am Dienstagabend größere Mengen Treibstoff in Kanistern gekauft habe.

Der Tatverdacht gegen einen festgenommenen Mann bestätigte sich indes zunächst nicht. Er wurde am Donnerstagnachmittag nach intensiven Vernehmungen auf freien Fuß gesetzt, wie der Gießener Oberstaatsanwalt Reinhard Hübner mitteilte. Hinweise auf ein Sexualverbrechen gibt es nicht.

Julia wurde zuletzt am Freitag auf einem Spielplatz im Ortsteil Rodheim-Bieber gesehen. Mehr als 1000 Polizisten, Feuerwehrleute sowie mehrere Hundestaffeln hatten seither nach dem Mädchen gesucht. Aus der Bevölkerung gingen mehrere hundert Hinweise ein. Auch ein Appell der Eltern an den oder die mutmaßlichen Entführer brachte kein Ergebnis. Erst am Dienstag war die Suche eingestellt worden, weil es keine weiteren Anhaltspunkte gab.