Genervte Nachbarn: Gesundheitskommission soll Sexgeräusche messen - DER SPIEGEL
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Genervte Nachbarn Gesundheitskommission soll Sexgeräusche messen

Völlig entnervt vom wahnwitzigen Liebesgestöhne ihrer Nachbarn hat sich eine Schwedin an die Behörden gewandt: Die Frau behauptet, die Sexgeräusche aus der anderen Wohnung machten sie krank.
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Stockholm - Quietschende Sprungfedern der Matratze, ein klappriger Lattenrost und das rhythmische Gestöhne der Nachbarn belasten die lärmempfindliche Frau aus dem südschwedischen Simrishamn so sehr, dass sie sich bei der Gesundheitskommission ihrer Heimatstadt beschwerte. Die Frau sei "verzweifelt, zornig und sehr angespannt", sagte Kommissionsmitglied Jon Persson heute.

Sie schrieb in der Beschwerde, dass die Sexgeräusche in der Wohnung über ihr fast jede Nacht ab 22 Uhr aufträten und manchmal bis 1 Uhr morgens andauerten. Sie leide deshalb an Kopfschmerzen, Krämpfen und Sodbrennen. "Sie sind meine letzte Hoffnung, bitte helfen Sie mir", habe die Frau geschrieben.

Persson sagte, er sei sich nicht sicher, wie er helfen könne. Normalerweise müsse der Vermieter gegen Lärmbelästigungen vorgehen. Die Kommission könnte aber in die Wohnung kommen und den Lärmpegel messen. Nach Perssons Worten kann dies aber schwierig werden, denn "wir wissen nicht im Voraus, wann die Ruhestörungen auftreten".