Geri Halliwell - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 43 / 122

Klüger werden mit: Geri Halliwell

Geri Halliwell, 28, Ex-Spice-Girl, über ihren Kampf gegen Bulimie
• aus DER SPIEGEL 18/2001
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SPIEGEL: Eine der zentralen Passagen Ihres Bestsellers »If Only« handelt von Ihrer Bulimie. Sind Sie inzwischen geheilt?

Halliwell: Das ist wie mit dem Trinken. Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker. Ich führe einen täglichen Kampf, gehe jetzt aber gut mit mir um, esse dreimal am Tag, halte keine Diäten und bin ab und zu noch bei Therapiesitzungen.

SPIEGEL: Was war das Unangenehmste in dieser Zeit?

Halliwell: Als mich ein Paparazzo dabei abschoss, wie ich aus einer Beratungsstelle für Essgestörte trat.

SPIEGEL: Trotzdem sprechen Sie ganz offen von Ihrer Krankheit.

Halliwell: Ich habe schnell gemerkt, dass ich nicht allein mit dieser Sache bin. Den jungen Mädchen wird doch über die Medien permanent vermittelt, dass sie perfekt sein müssen, und ich trage dazu bei. Deshalb sage ich: »Auch als Star kannst du Sorgen haben und dich kaputt machen.«

SPIEGEL: Hat Ihr Ehrgeiz Ihnen geholfen?

Halliwell: Bestimmt. Auf meinem neuesten Album »Scream If You Wanna Go Faster« singe ich von der Geri, die sich immer getrieben fühlt. Ich musste mir alles hart erkämpfen. Selbst was das Tanzen betrifft, fühlte ich mich bei den Spice Girls minderbemittelt. Deshalb nahm ich mir vor: Ich lerne das jetzt. Heute kann ich Spagat. Wenn du etwas wirklich willst und liebst, macht dich das gut.

SPIEGEL: Wie gut ist ein Mädchen, über das Robbie Williams in der Öffentlichkeit sagen kann: »Immer wenn bei mir die Hormone verrückt spielen, gehe ich zu Geri«?

Halliwell: Das war doch nur ein Witz. So ist er, wenn er Robbie Williams spielt. Wenn Prinz Charles Prinz Charles spielt, dann erzählt er, dass er mit den Pflanzen redet. Er meint das zwar als Witz, aber die Leute glauben es. Und ich spiele eben manchmal Geri Halliwell.

Zur Ausgabe
Artikel 43 / 122

Mehr lesen über