Gerichtsentscheidung: Faustschlag kostet 1000 Mark Schmerzensgeld - DER SPIEGEL
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Gerichtsentscheidung Faustschlag kostet 1000 Mark Schmerzensgeld

Im Gerangel um einen Sitzplatz im Speisewagen hatte ein Fahrgast seinem Konkurrenten einen Hieb mit der Faust versetzt. Dafür muss er 1000 Mark Schmerzensgeld zahlen, entschied jetzt ein Gericht.
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Frankfurt/Main - Der düpierte Fahrgast, dem ein Mitreisender die Sitzgelegenheit weggeschnappt hatte, strafte diesen mit einem Faustschlag. Die Forderung des Getroffenen nach einem Schmerzensgeld von 2000 Mark lehnte das Gericht in Frankfurt jedoch ab. In der Urteilsbegründung hieß es, dass der Kläger sich mit einer gewissen Rücksichtslosigkeit einfach auf einen Platz gesetzt hatte, ohne sich um den Einspruch des Mitreisenden zu kümmern. Der Faustschlag dieses erbosten Fahrgastes sei damit zwar nicht gerechtfertigt. Aber wegen seiner provozierenden Rücksichtslosigkeit könne der Kläger nicht einen vollen Anspruch auf Schmerzensgeld erheben.