Germanwings-Absturz Lufthansa verschiebt Überführung der Todesopfer
Gedenktafel für die 150 Todesopfer in Südfrankreich: Fehler bei der Übersetzung der Sterbeurkunden
Foto: FRANCK PENNANT/ AFPDie Angehörigen der deutschen Opfer des Germanwings-Absturzes müssen weiter auf die Beisetzung ihrer Toten warten: Die für die kommende Woche geplante Überführung der Leichen verzögert sich laut dem Germanwings-Sprecher Heinz Joachim Schöttes.
Der Kölner "Express" berichtete, eine Behördenpanne sei Grund für die Verzögerung. Die Muttergesellschaft Lufthansa habe den Angehörigen mitgeteilt, die Vorbereitungen seien wegen "neuer behördlicher Vorgaben vorübergehend unterbrochen". In dem Schreiben an die Angehörigen heiße es weiter: "Es tut uns leid, dass wir vor diesem Hintergrund eine Überführung in der kommenden Woche nicht mehr ermöglichen können."
Dem "Express" zufolge gab es Fehler bei den Übersetzungen der Sterbeurkunden aus dem Französischen, womit sie ungültig geworden seien. Die Panne, bei der es unter anderem um falsche Angaben zu Geburtsdaten gegangen sei, fiel den Behörden demnach erst am Montag auf. Die Staatsanwaltschaft von Marseille hatte die Leichen bereits Mitte Mai zur Überführung freigegeben.
Ein neuer Termin für die Überführung steht laut Germanwings-Sprecher Schöttes noch nicht fest "Es tut uns sehr leid, und uns ist bewusst, wie sehr die Hinterbliebenen auf die Rückführungen warten. Deswegen bemühen wir uns um eine schnellstmögliche Lösung."
Mehrere Angehörige reagierten laut Kölner "Express" verärgert: In einigen Fällen habe es bereits Planungen für die Beisetzungen in Deutschland gegeben.
Der Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings war am 24. März beim Flug von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen abgestürzt. Alle 150 Menschen an Bord - 144 Passagiere, die beiden Piloten und vier Besatzungsmitglieder - kamen ums Leben. Die meisten der Getöteten stammten aus Deutschland und Spanien.