Geschmackliche Differenzen: Bush feuert seinen Chefkoch - DER SPIEGEL
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Geschmackliche Differenzen Bush feuert seinen Chefkoch

Zu Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident George W. Bush ist im Weißen Haus ein einflussreicher Posten neu zu besetzen: Chefkoch Walter Scheib wurde entlassen - er war den stilistischen Anforderungen der First Lady nicht gerecht geworden.
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Der Chefkoch im Weißen Haus, Walter Scheib, ist entlassen worden. "Wir haben versucht, die stilistischen Vorstellungen der First Lady zu befriedigen", sagte Scheib in einem Interview mit der "New York Times". "Ich war dabei nicht erfolgreich." Offiziell hieß es aus dem Weißen Haus, Scheib habe seinen Rücktritt eingereicht. Doch Scheib ließ keinen Zweifel daran, dass er den Posten nicht freiwillig aufgibt.

Er suche jetzt einen neuen Job. Er war vor elf Jahren von der damaligen First Lady Hillary Clinton angeheuert worden, angeblich unter 4000 Bewerbern. Scheib hatte als Tellerwäscher an der Lunch-Theke eines Kaufhauses seine Gastronomen-Laufbahn begonnen und später im berühmten "Greenbier Ressort" in West Virginia gearbeitet.

Einen Nachfolger hat das Weiße Haus noch nicht gefunden, die Zahl der Bewerber dürfte groß sein. Nach Angaben von Scheib war die treibende Kraft eine neue Mitarbeiterin im Weißen Haus: Lea Berman, Ehefrau eines reichen Parteispenders, kümmert sich seit Januar um Menus, Dekorationen und Einladungen.

Scheib war nicht nur der persönliche Koch des Präsidentenpaars, sondern auch zuständig für formelle Dinner und Staatsbankette. "Es ist natürlich eine Ehre, für die Präsidentenfamilie zu kochen", betonte der Starkoch. "Aber es ist jeden Abend dasselbe, jahrelang. Es ist an der Zeit, dass ich meine kreativen Fähigkeiten wieder ausleuchte."

Scheibs Nachfolger sollte auch deftig kochen können: Präsident Bush gilt als Freund der texanischen Küche.