Geschwister-Mord: Polizei verfolgt erste konkrete Spur - DER SPIEGEL
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Geschwister-Mord Polizei verfolgt erste konkrete Spur

Nach den Morden an den Geschwistern Tom und Sonja aus Eschweiler bei Aachen haben die Fahnder erste konkrete Hinweise. Die Polizei sucht nun Zeugen für verdächtige Vorfälle, die mit den Morden im Zusammenhang stehen könnte.
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Aachen/Eschweiler - Am 30. März, dem Tag des Verschwindens der Kinder, sei in Stolberg wenige Kilometer vom Wohnort der Geschwister entfernt ein schwarzes Auto gesehen worden, in dem ein Kind gegen die Scheibe geschlagen habe. Außerdem habe der Fahrer Mühe gehabt, den Wagen auf der Fahrbahn zu halten. Ein Zeuge hatte den Angaben zufolge bei einem Supermarkt in der Nähe der Polizeistation in Stolberg auch lautes Reifen-Quietschen gehört.

Insbesondere suchen die Fahnder eine Zeugin, die den Vorfall mit Kopfschütteln quittiert habe. Weiterhin würden zwei Radfahrer gesucht, die Angaben machen könnten.

Die beiden Kinder waren am Freitag in Eschweiler unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt worden.

Die Ermittlungen der 80-köpfigen Sonderkommission liefen auch über das Wochenende auf Hochtouren weiter. Es gilt, die mittlerweile weit über 1000 Hinweise aus der Bevölkerung abzuarbeiten und alle denkbaren Spuren zu verfolgen und auszuwerten.

Am vergangenen Donnerstag - vier Tage nach dem Fund von Sonjas Leiche - hatten Beamte damit begonnen, Hunderte von Handzetteln in einer dem Fundort nahe gelegenen Freizeitanlage sowie an Anwohner zu verteilen. Dabei wurde nach verdächtigen Beobachtungen an der Landstraße 115 bei Blankenheim in der Eifel gefragt. Das neunjährige Mädchen war dort an einem Waldweg erdrosselt aufgefunden worden. Im Fall ihres Tage zuvor tot aufgefundenen elf Jahre alten Bruders Tom hatte die Polizei über 4500 Flugblätter mit Zeugenaufrufen in der Region Aachen verteilt. Viele Beamte haben sich inzwischen freiwillig bereit erklärt, auf ihren bereits eingereichten Osterurlaub zu verzichten, um die Morde möglichst schnell aufzuklären.