Mohrs Herzschlag Meine "Nimm-mit-Liste" fürs Krankenhaus
Euro-Münzen: Automaten erobern die Kliniken
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpaNatürlich möchte niemand ins Krankenhaus, aber manchmal muss es eben sein. Und damit der unfreiwillige Aufenthalt in einem Klinikbett nicht zur übermäßigen Tortur gerät, empfiehlt es sich, für einige Annehmlichkeiten zu sorgen. Lesen Sie hier meine persönliche Liste des Unverzichtbaren - klicken Sie's durch:
Ohrstöpsel
Die wenigsten von Ihnen werden in einem Einzelzimmer landen, selbst bei privat Versicherten klappt das nicht immer. Lärm gehört im Krankenhaus aber dazu und der netteste Zimmergenosse kann schnarchen wie ein Rhinozeros oder husten, als gebe es kein morgen. Also müssen Lärm-Stopp-Stöpsel in die Ohren. Ich bevorzuge die aus weichem Kunststoff (im Zehner-Pack billiger), andere mögen die mit Wachs. Egal, Hauptsache der Gehörgang ist dicht und es herrscht Ruhe.
Badelatschen
Vor der Operation noch einmal duschen, das ist eine super Sache. Denn wer weiß, wann das nächste Mal eine größere Menge Wasser auf den Körper trifft. Macht aber nur richtig Spaß mit Badelatschen, denn auch in Krankenhäusern ist nicht jede Duschwanne porentief rein.
Konfekt
Sie sollten zwei, besser drei oder noch mehr kleine Päckchen Pralinen oder Kekse dabei haben. Aber nicht um die Leckereien selbst zu essen, nein, Finger weg! Die Süßigkeiten können Sie verschenken, genau genommen werden Sie damit andere bestechen. Eine Schwester oder ein Pfleger soll Ihnen eine Gefälligkeit erweisen, ein anderer Patient oder ein Besucher Ihnen helfen? Kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, sondern auch die Hilfsbereitschaft.
Kleingeld
Kliniken werden zunehmend von Automaten erobert - Getränke, Süßigkeiten, Brötchen, Zeitungen, Parkscheine und vieles mehr gibt es häufig nur noch für denjenigen, der 1- oder 2-Euro-Stücke in einen Schlitz steckt. Also vor dem Einchecken ins Krankenhaus das Münz-Sparschwein schlachten!
Kopfhörer
Meist lassen sich das Radioprogramm der Klinik und der Ton fürs Fernsehen nur über Kopfhörer empfangen. Die bereitgestellten Tongeber sind jedoch meist miserabel - oder es gibt gar keine. Und ob die Dinger der Klinik zum mitgebrachten kleinen Radio oder MP3-Player passen, kann Ihnen vorher auch niemand sagen. Deshalb immer eigene kleine Lärmmacher einstecken und sich bei Bedarf Adapter organisieren.
Unterhosen
Ob Schlafanzug oder Nachthemd, darunter gehört immer eine Unterhose. (Wenn Sie lieber Schlüpfer sagen, kein Problem!) Deshalb immer ein paar Unterhosen auf Vorrat lagern. Am besten die ganz bequem geschnittenen.
Kladde
Ob Sie gern von Hand schreiben oder nicht, im Krankenhaus kommen Sie kaum drum herum. Was haben die Ärzte Ihnen verordnet? Welche Medikamente bekommen Sie? Welche Anwendungen hat der Krankengymnast Ihnen angeboten? Wie geht es Ihnen körperlich, wie seelisch? Jeder Patient sollte ein Tagebuch führen, um zu kontrollieren, was passiert, und um sich zu erinnern. Und auch, um geistig am Leben zu bleiben.
Mutmacher
Sie brauchen Seelenstärke im Krankenhaus und müssen deshalb persönliche Kraftspender dabei haben. Stecken Sie ein hübsches Foto Ihrer Liebsten ein - Sie müssen es ja nicht gleich auf dem Nachttisch präsentieren. Es in schwierigen Momenten still anzuschauen, kann Ihnen Energie geben. Nehmen Sie etwas mit, das Sie an das erinnert, was Sie wirklich gerne tun: einen Mini-Fußball, ein Theaterticket, ein Motorradmodell, eine Landkarte - und natürlich Ihre Lieblingsmusik. Wenn Ihnen kleine Heiligenbildchen helfen, nichts wie rein in die Tasche. Sie wollen ja schließlich wieder raus und weiterleben.