Alkoholproblem: Britische Regierung will Flatrate-Partys verbieten - DER SPIEGEL
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Alkoholproblem Britische Regierung will Flatrate-Partys verbieten

Wüste Alkoholgelage und unbegrenzter Getränkenachschub zum Festpreis - damit soll in Großbritannien bald Schluss sein. Die Regierung will die sogenannten Flatrate-Partys und exzessive Trinkspiele in Clubs und Pubs untersagen - und damit auch die Zahl der Verbrechen senken.
Bier in britischem Pub: Künftig nicht mehr im Paketpreis
Bier in britischem Pub: Künftig nicht mehr im Paketpreis

Bier in britischem Pub: Künftig nicht mehr im Paketpreis

Foto: Matt Cardy/ Getty Images
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London - Ab April seien "verantwortungslose" Alkoholangebote verboten, sagte Innenminister Alan Johnson am Dienstag in London. Dies betreffe Flatrate-Partys mit unbegrenztem Getränkenachschub zum Festpreis ebenso wie Wettbewerbe im Kampftrinken.

Dazu sollen Wirte verpflichtet werden, Leitungswasser gratis anzubieten und auch kleinere Gläser Bier oder Wein auf die Karte zu setzen. Erlaubt seien aber weiterhin Happy Hours mit günstigeren Getränkepreisen sowie Sonderangebote für große Mengen Alkohol im Supermarkt.

Wenn Briten am Freitag- und Samstagabend ausgehen, arten die Feiern nicht selten in regelrechte Saufgelage aus. Den Behörden bereitet die Kultur des Kampftrinkens seit geraumer Zeit Sorge. Verbrechen und Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Alkoholexzessen kosten den britischen Staat nach Angaben der Regierung jedes Jahr umgerechnet bis zu 14,7 Milliarden Euro.

"Dieses Verhalten hat einen echten Einfluss auf die Gesellschaft und nicht zuletzt auf die Leben derjenigen, die einfach nur angenehm ausgehen wollen", sagte Johnson. "Die Regierung und die Industrie stehen in der Pflicht, zu handeln", so der Minister weiter.

jok/AFP