Diskriminierungsfälle Bürgerrechtler warnen Schwarze vor American Airlines
Die Bürgerrechtsorganisation NAACP, die sich für Schwarze einsetzt, hat vor Reisen mit American Airlines gewarnt. Afroamerikaner könnten bei der Fluglinie respektlosen, diskriminierenden oder unsicheren Umständen ausgesetzt sein, schreibtNAACP in einer Mitteilung .
Afroamerikanische Passagiere hätten in den vergangenen Monaten verstörende Zwischenfälle auf American-Airlines-Flügen gemeldet, heißt es. Die NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) nannte vier Fälle, in denen schwarze Passagiere dazu aufgefordert worden seien, ihren Sitzplatz aufzugeben oder das Flugzeug zu verlassen.
In einem Fall sei eine schwarze Frau angewiesen worden, mit ihrem Baby das Flugzeug zu verlassen, weil sie darum gebeten hatte, dass Angestellte ihren Kinderwagen nach der Landung aus dem eingecheckten Gepäck holen, damit sie nicht am Laufband darauf warten muss.
Bei einem weiteren Vorfall soll eine schwarze Frau gemeinsam mit einem weißen Passagier gereist sein, beide flogen eigentlich erster Klasse. Am Schalter habe sie in eine günstigere Flugkategorie wechseln müssen, während ihr Mitreisender in der ersten Klasse habe bleiben dürfen.
"Wir akzeptieren keine Diskriminierung"
Die Vorfälle offenbarten eine Unternehmenskultur bei American Airlines, die von rassistischen Vorurteilen und mangelnder Sensibilität geprägt sei, so NAACP.
Die größte Fluggesellschaft der Welt reagierte enttäuscht auf die Vorwürfe. Der Chef der Airline, Doug Parker, sagte: "Wir akzeptieren keine Diskriminierung und werden sie auch nicht tolerieren. Wir haben NAACP kontaktiert und drängen auf ein Treffen, um uns ihre Probleme und Bedenken anzuhören."
Es ist nicht die erste Reisewarnung von NAACP. Erst im August warnte die Organisation Afroamerikaner davor, nach Missouri zu fahren . Auch in diesem Fall begründeten sie die Entscheidung mit besorgniserregenden Berichten von Afroamerikanern und forderte Reisende zu "extremer Vorsicht" auf.