Aufsteiger des Jahres: Oscars, Knuts und Scherzinger - DER SPIEGEL
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Aufsteiger des Jahres Oscars, Knuts und Scherzinger

Sinnlich, erfolgreich oder ganz besonders flauschig: Wer war Ihr persönlicher Aufsteiger 2007? Der barbusige, mit dem Bizeps protzende Kreml-Chef Putin - oder die 600 nackten Klimaschützer auf dem Schweizer Aletsch-Gletscher? SPIEGEL ONLINE zeigt, wer dieses Jahr alles hoch hinaus wollte!
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Hamburg - Seien wir ehrlich: So schlecht war das Jahr gar nicht. Auch nicht für das Gesamtkunstwerk Deutschland. Wo sonst in der Welt gab es einen so kleinen, so flauschigen und dermaßen erfolgreichen Baby-Eisbären wie Knut? Von der Mutter verstoßen, vom Pfleger liebevoll aufgepäppelt, von Millionen geliebt - das ist Romantik!

Und es kam noch besser: Auf Knut folgte Oscar. Für seine Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" gewann Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck in diesem Jahr die begehrte Trophäe für den besten nicht-englischsprachigen Film. Zum dritten Mal in der Geschichte ging der Academy Award damit nach Good Old Germany - gigantischer Jubel und eine ganz undeutsche, weil größtenteils sarkasmusfreie Freude am Sieg waren die Folge.

Dieses kulturelle Highlight zu toppen, gelang im Rückblick eigentlich nur einem: Handball-Bundestrainer Heiner Brand. Der gewann mit seinem Team im eigenen Land die Weltmeisterschaft und löste damit wahre Begeisterungsstürme aus.

Aussteiger mit Aufsteiger-Qualitäten ist sicherlich Herzblut-Politiker Franz Müntefering. Er legte seine Ämter als Vizekanzler und Bundesarbeitsminister nieder. Doch nicht die internen Zwistigkeiten in der SPD bewogen den ehemaligen Parteivorsitzenden zum Rücktritt. Die Liebe zu seiner schwerkranken Frau Ankepetra veranlasste ihn, der Politik für eine Weile den Rücken zu kehren.