Augsburg: 54.000 Einwohner werden nach Fund von Fliegerbombe evakuiert - DER SPIEGEL
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Fliegerbombe 54.000 Augsburger müssen an Weihnachten die Wohnung verlassen

Am ersten Weihnachtsfeiertag müssen rund 54.000 Augsburger ihre Wohnung verlassen. Grund ist die Entschärfung einer tonnenschweren Fliegerbombe. 800 Polizisten werden im Einsatz sein.
Fundort der Fliegerbombe
Fundort der Fliegerbombe

Fundort der Fliegerbombe

Foto: DPA
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Augsburg bereitet sich wegen einer Bombenentschärfung auf die bundesweit größte Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg vor. Am ersten Weihnachtsfeiertag müssen dafür etwa 54.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Die Polizei werde mit etwa 800 Beamten im Einsatz sein, um die betroffenen 32.000 Haushalte zu kontrollieren, sagte ein Polizeisprecher. "Wir müssen alle Straßen abgehen und an den Wohnungen klingeln." Nach Angaben der Behörden hat es eine ähnlich große Evakuierung in der Bundesrepublik bislang noch nicht gegeben.

Die in Augsburg bei Bauarbeiten gefundene britische Fliegerbombe wiegt rund 1,8 Tonnen. Dass die Entschärfung ausgerechnet am ersten Weihnachtstag erfolgen soll, hat mehrere Gründe. Zum einen erfordere der hohe Organisationsaufwand der Evakuierung einige Tage Vorlauf.

Zum anderen wäre die Evakuierung an einem Werktag ungleich schwieriger, da auch Arbeits- und Geschäftsbetrieb beeinträchtigt wären. An einem Feiertag gibt es zudem weniger Verkehr. Es wurde deshalb der erste mögliche Sonn- oder Feiertag genommen, wie die Stadt mitteilte.

Die bislang größte Evakuierungsaktion in Deutschland wegen einer Fliegerbombe fand im Jahr 2011 in Koblenz statt, dort waren 45.000 Bewohner betroffen. Eine weitere große Aktion gab es im Jahr 2015 in Köln. Damals wurden 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht, um einen Blindgänger zu entschärfen.

msc/dpa