Auktion: Mao kommt unter den Hammer - DER SPIEGEL
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Auktion Mao kommt unter den Hammer

Mao Zedong würde sich im Mausoleum umdrehen, wenn er das erführe: Das auf der ganzen Welt bekannte Gemälde des Begründers des kommunistischen Chinas wird verscherbelt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Peking - Interessenten können sich das Original des berühmten Gemäldes, das auch über dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking hängt, Ende Mai drei Tage lang ansehen. Vom 3. Juni an sollen sie ihr Angebot abgeben können, berichtet die Tageszeitung "China Daily". Erwartet wird ein Erlös von bis zu 1,2 Millionen Yuan, rund 117.000 Euro.

Unzählige Menschen im Internet äußerten sich bestürzt über die geplante Versteigerung. "Das Porträt ist sehr bedeutsam und sollte nicht verkauft werden", lautet ein Kommentar in einem chinesischen Chatroom. "Es sollte in einem Nationalmuseum aufbewahrt werden."

Derzeit gehört das Porträt einem Amerikaner, chinesischer Abstammung. Gemalt hatte es der Künstler Zhang Zhenshi 1950 - anlässlich der Feierlichkeiten zum ersten Jahrestag der Volksrepublik.

Im September jährt sich Maos Todestag zum 30. Mal. Trotz seiner radikalen Politik, die Millionen Menschen das Leben kostete, wird der Diktator noch immer von unzähligen Chinesen verehrt.

aki/reuters