Autounfall Patrick Kennedy bekennt sich schuldig
Washington - "Ich bekenne mich schuldig, unter dem Einfluss von Medikamenten gefahren zu sein", sagte Patrick Kennedy, Sohn von US-Senator Edward Kennedy und Neffe des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, am Dienstag vor einem Gericht in Washington. Später fügte er hinzu, er habe immer die volle Verantwortung für seine Taten übernehmen wollen. "Und genau das habe ich heute getan", betonte der 38-Jährige.
Im Gegenzug für das Geständnis verzichtete die Staatsanwaltschaft auf eine Anklage wegen rücksichtslosen Fahrens und der Weigerung, den Polizisten nach dem Unfall seinen Führerschein zu zeigen.Ganz ohne Folgen bleibt der nächtliche Autounfall für den 38-Jährigen trotzdem nicht. Er muss sich einer Entziehungskur unterziehen und wurde außerdem zu einer Geldstrafe von mindestens 350 Dollar und einem Jahr Bewährung verurteilt. Kennedy muss außerdem 50 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.
Kennedy, Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus, hatte im vergangenen Monat vor dem Kapitol einen Unfall verursacht. Verletzt wurde dabei niemand. Nach dem Unfall räumte er seine Medikamentenabhängigkeit ein und begann umgehend mit einer Therapie, die er inzwischen abgeschlossen hat. Kennedy war über Weihnachten schon einmal wegen Depressionen und Schmerzmittelabhängigkeit in einer Klinik behandelt worden.
Patrick Kennedy tritt bei der Kongresswahl im Herbst erneut an. Er ist Abgeordneter eines Wahlkreises im Staat Rhode Island. Nach der Gerichtsverhandlung sagte er: "Jetzt freue ich mich darauf, ein neues Kapitel meines Lebens zu beginnen."
fok/AP/AFP