Bademode in Miami Mehr Haut geht nicht
Miami Beach - Eigentlich wurde die Miami Fashion Week vor acht Jahren gegründet, um lateinamerikanischen Designern auf amerikanischem Boden ein Forum zu geben. Inzwischen kann von Nachwuchsförderung kaum noch die Rede sein. Statt großer internationaler Couturiers, die ihre Models lieber in den Mode-Hochburgen New York, Paris und Mailand über die Laufstege defilieren lassen, trumpfen in Miami die Designer-Stars Südamerikas auf - und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.
Über 70 internationale Modeschöpfer präsentieren seit Freitag ihre neuesten Schöpfungen, begonnen wurde mit Damen-Abendmode, Lingerie und Prêt-a-Porter sowie Men's Wear und Accessoires. Mehr als 600 Medienvertreter, die meisten aus den USA, reisten in diesem Jahr zum wichtigsten Schaufenster lateinamerikanischer Mode, das auf Miamis neuer Eventmeile, dem Wynwood Arts District, abgehalten wird. Neben seiner Rolle als Kunstmetropole, die durch das jährliche Spektakel Art Basel Miami Beach untermauert wurde, profiliert sich die kubanisch geprägte Glitzer-Hauptstadt Floridas also zusehends auch als Mode-Geheimtipp.
Höhepunkt der Schauen sind wie jedes Jahr die Präsentationen der neuesten Bademode. Auf die immer aufreizenderen Kreationen von aufstrebenden Designern wie der Brasilianerin Aline Alcantara wird in Miami besonderes Augenmerk gelegt, und das ist sicher nicht nur der tropischen Atmosphäre Südfloridas geschuldet.
bor