Bärenjagd: Bruno - der neue Geist von Kreuth - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bärenjagd Bruno - der neue Geist von Kreuth

Ungewohnter Besuch: Dass sie alljährlich von CSU-Parlamentariern besucht werden, sind die Kreuther gewohnt. Jetzt aber sucht ein anderer den idyllischen Ort heim: Bruno, der Bär.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wildbad Kreuth - Braunbär "Bruno" ist heute Morgen in Wildbad Kreuth nahe dem oberbayerischen Tegernsee aufgetaucht, sagte der Sprecher des bayerischen Umweltministeriums, Roland Eichhorn. Kurz nach sieben Uhr sei das Tier dort gesehen worden.

Zudem sei der Polizei gemeldet worden, dass in der Region erneut zwei Schafe gerissen und ein Bienenstock aufgebrochen wurden. "JJ1", wie der aus Norditalien stammende Braunbär offiziell heißt, streunt seit über einem Monat im deutsch-österreichischen Grenzgebiet umher.

Unterdessen beraten Fachleute über das weitere Vorgehen, so der Bärenbeauftragte des bayerischen Umweltministeriums, Manfred Wölfl. Eine "heiße Spur" läge allerdings nicht vor. Fraglich ist unter anderem, ob der Vertrag mit den finnischen Bärenjägern und deren speziell ausgebildeten Hunden verlängert werden soll. Diese sollten Ende der Woche eigentlich wieder nach Hause fliegen.

Weil der Bär immer weniger Scheu vor Menschen zeigt, warnen die Behörden verstärkt vor dem Wildtier. Das Tier mit dem offiziellen Namen "JJ1" war in der Nacht zum Samstag in dem Ferienort Kochel am See herumspaziert. Dabei hatte er einige Fußgänger erschreckt und schließlich gar vor der Polizeiwache eine Pause eingelegt. Das sei außerhalb jeden Schemas, so WWF-Sprecherin Susanne Grof.

aki/dpa/AP