Benedikt-Besuch: Steuersünder darf zum Papst - DER SPIEGEL
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Benedikt-Besuch Steuersünder darf zum Papst

Die deutsche Justiz lässt anlässlich der Visite Benedikts XVI. Milde in einem prominenten Steuerfall walten. Zur Einweihung der neuen Orgel in der Alten Kapelle von Regensburg in Anwesenheit des Papstes am Mittwoch wird auch der Liechtensteiner Treuhänder Herbert Batliner erwartet.
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Hamburg - Die Orgelweihe durch den Papst allerdings will sich Batliner, 77, nicht entgehen lassen: Denn seine Stiftung hat rund 730.000 Euro für das Instrument spendiert. Monatelang verhandelten die Anwälte des an Krebs leidenden Liechtensteiners, der schon 2002 die Orgel der Sixtinischen Kapelle gestiftet hatte und sich "Kammerherr Seiner Heiligkeit" nennen darf, nach SPIEGEL-Informationen mit der deutschen Justiz über freies Geleit nach Regensburg. Die entschied nun, man könne schlecht "einen schwerkranken Mann" auf dem Weg zum Heiligen Vater festnehmen.

Die Bochumer Staatsanwaltschaft wirft Batliner, durch dessen Stiftungsgeflecht die CDU einst illegale Parteispenden verschleierte, Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Höhe von bis zu 250 Millionen Euro vor. Zwar ist der Treuhänder nicht zur Fahndung ausgeschrieben, er hat jedoch anscheinend aus Sorge vor dem jederzeit möglichen Haftbefehl seit Jahren deutschen Boden gemieden.

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