Linke Proteste gegen Puppenvilla: "Occupy Barbie-Dreamhouse"
Puppenvilla in Berlin Linker Protest gegen "Barbie"
Berlin - Linke Aktivisten protestieren gegen die Eröffnung der lebensgroßen Puppenvilla "Barbie-Dreamhouse" am Berliner Alexanderplatz. "Das Barbie-Dreamhouse ist Ausdruck eines Rollenbildes, das nicht okay ist", sagt Michael Koschitzki von der Jugendorganisation der Linken: "Dort wird ein Bild präsentiert von Kochen, Schminken und Singen, als wäre das die Erfüllung im Leben."
Zur Eröffnung des Puppenhauses planen Koschitzki und seine Parteifreunde einen Protestmarsch, außerdem haben sie die Facebook-Gruppe "Occupy Barbie-Dreamhouse" gegründet.
Die Erbauer der Barbie-Villa wehren sich gegen die Kritik. Das Barbie-Haus sei "als Erlebniswelt gedacht" und keine "edukative Ausstellung", sagt Christoph Rahofer, der Chef der österreichischen Marketing-Firma EMS. Er habe nicht den Anspruch, "eine tiefgreifende Message zu transportieren", so Rahofer, "ich finde, der Protest ist total unnötig".
Die Puppenwelt soll am 16. Mai auf 2500 Quadratmetern eröffnen und jungen Mädchen unter anderem auf einem rosafarbenen Laufsteg einen Auftritt als Barbie ermöglichen. Nach Berlin soll die in Zeltbauweise errichtete Anlage auf Europa-Tournee gehen. Paris, Madrid und Lissabon, sagt Rahofer, hätten bereits Interesse gezeigt.