Coronakrise weltweit Bitte Abstand halten!
Das zentrale Gebot der Coronakrise lautet wohl: zu Hause zu bleiben, wann immer es geht. Wo das nicht möglich ist, gilt es, Abstand zu halten. Denn auch wer in der Öffentlichkeit weit genug von seinen Mitmenschen entfernt ist, trägt dazu bei, das Virus möglichst wenig zu verbreiten. Dieses Bild wurde am 26. März in einem Einkaufszentrum in Bangkok aufgenommen. Die Stühle für die Menschen, die hier auf ihr Essen zum Mitnehmen warten, stehen extra weit voneinander entfernt. In Thailand herrscht seit dem 3. April eine nächtliche Ausgangssperre.
Wie weit sollte man vom Nebenmann oder der Nebenfrau entfernt stehen? Genau das zeigen hier Mitarbeiter des Gesundheitswesens jenen Südafrikanern, die am 31. März im Township Khayelitsha am Rande von Kapstadt für Sozialleistungen anstehen. Die südafrikanische Regierung hat besonders hart auf die Pandemie reagiert. Die Ausgangssperre in dem Land gehört zu den weltweit strengsten und wird teils brutal durchgesetzt.
Politik im Schatten von Corona: Im US-Bundesstaat Wisconsin fanden am 7. April trotz der Pandemie die Vorwahlen zur US-Präsidentschaftswahl statt. Viele Wähler und Wahlhelfer blieben jedoch zu Hause - das Risiko einer Ansteckung war ihnen zu groß. Auch Fußbodenmarkierungen, wie auf diesem Bild zu sehen, konnten da nur begrenzt helfen.
Gut geschützt an der frischen Luft: Dieser Mann trägt beim Lesen einen Mundschutz. Die Szene fing ein Fotograf am 30. März in Bushwick ein, einem Stadtviertel im New Yorker Bezirk Brooklyn. Die US-Metropole ist von der Coronakrise besonders stark betroffen.
Maximaler Abstand auf engstem Raum: Das könnte der Gedanke hinter diesen Markierungen sein. Sie zeigen an, wo man in diesem Aufzug in einem Bürogebäude stehen sollte. Das Bild entstand am 31. März in Singapur.
Abstand halten - auch beim Pinkeln: Nicht jedes dieser Pissoirs in einer Mall in Singapur darf benutzt werden, wie die Markierungen auf diesem Bild vom 31. März zeigen.
Achtung, hier nicht hinsetzen! Auch diese Markierungen in einem Einkaufszentrum in Singapur sind kaum zu übersehen. Der Staat setzt im Kampf gegen Corona auch auf die technische Überwachung seiner Bürger: Mit einer staatlichen Tracking-App sollen Infektionsketten nachvollzogen werden.
Gemeinsam sporteln trotz Corona: Dieses Konzept ist sicherlich nicht überall erwünscht und vielerorts sogar explizit verboten. Eine Aufnahme vom 8. April zeigt Menschen, die in Yangon in Myanmar trainieren - jeder an seinem festgelegten Platz.
Nachbarschaftshilfe: Ein Mann in Marseille hat sich aus Decken ein Seil gebastelt. So zieht er am 31. März Lebensmittel, die seine Nachbarin ihm besorgt hat, in seine Wohnung. In Frankreich gilt seit dem 17. März eine strenge Ausgangssperre - das Verlassen der Wohnung ist nur noch in wenigen Fällen erlaubt, zum Beispiel um zur Arbeit zu gehen oder Nahrungsmittel einzukaufen.
ANNE-CHRISTINE POUJOULAT/ AFP
Lebensmittelnachschub: Menschen warten am 27. März im pakistanischen Karatschi auf Essensspenden, die Freiwillige einer gemeinnützigen Organisation verteilen.
Einkaufen in Zeiten von Corona: Im englischen Harrogate warten Menschen vor einem Supermarkt. Großbritannien erwartet den Höhepunkt der Coronakrise in der kommenden Woche. Das marode britische Gesundheitssystem steht wegen der Pandemie vor großen Problemen.
Auch vor religiösen Stätten macht die Krise nicht Halt: Jüdische Gläubige versammeln sich an der Klagemauer in Jerusalem. Hier, wo normalerweise dichtes Gedränge herrscht, beten am 31. März nur einzelne Menschen in ordentlichem Abstand voneinander.
Leere Straßen: Auch in Kolumbien steht das öffentliche Leben weitgehend still, die Regierung hat eine Ausgangssperre verhängt. Das hat neben dem Abflachen der Infektionskurve offenbar noch einen Nebeneffekt: In Medellín (hier ein Bild vom 21. März) sank die Anzahl der Morde im März auf einen historisch niedrigen Wert - "nur" 18 Menschen wurden in der Millionenstadt, einst berühmt-berüchtigt wegen des Drogenbarons Pablo Escobar, in dieser Zeit getötet.
Auf den Punkt: Ein Mann wartet am 1. April in Neu-Delhi darauf, in einem Lebensmittelladen einkaufen zu dürfen. In Indien herrscht eine strikte Ausgangssperre - doch die droht zur humanitären Katastrophe zu werden: Die Nahrungsmittelversorgung vor allem der ärmeren Bevölkerungsschichten ist nicht sichergestellt.