Reaktion von Transgender auf Caitlyn Jenner Ein Titel für alle
Crystal Frasier mit ihrem Cover: Debatte um Caitlyn Jenner
Foto: Twitter/ Crystal Frasier"Call me Caitlyn", lautet die stolze Zeile. "Nenn mich Caitlyn". Mit dieser Titelseite der neuen "Vanity Fair" hat sich Caitlyn Jenner zum ersten Mal nach ihrer Geschlechtsumwandlung als Frau präsentiert. Die Aktion bekam weltweite Aufmerksamkeit und wurde kontrovers diskutiert.
Andere prominente Trans-Aktivisten wiesen daraufhin, dass Jenner nur bedingt als mutmachendes Beispiel dienen könne. Schauspielerin Laverne Cox, die mit der Netflix-Serie "Orange Is the New Black" durchstartete, schrieb etwa auf ihrem Tumblr-Profil: "Die meisten Transgender verfügen nicht über die Privilegien, die Caitlyn und ich genießen. Es sind diese Transgender, die wir weiterhin aufrichten müssen."
Im Netz haben nun andere Transfrauen das Thema aufgegriffen und ihre eigenen "Vanity Fair"-Cover erstellt. Laut einem Bericht des "Telegraph" wurde die Aktion unter dem Hashtag #MyVanityFairCover von den Amerikanerinnen Crystal Frasier and Jenn Dolari ausgelöst.
In einem Blogeintrag beschreibt Dolari die Debatte, die das Jenner-Cover bei ihr und anderen Betroffenen in Gang gesetzt habe. Es sehe so aus, schreibt Dolari, als ob die Welt einen als Transgender nur akzeptiere, wenn man reich genug sei oder das Glück habe, einem weißen Schönheitsideal und einer gängigen Geschlechterrolle zu entsprechen.
"Aber nicht alle von uns halten sich an diese Standards. Nicht alle von uns wollen das. Nicht alle von uns können das", schreibt sie. Jeder Mensch verdiene es, sich schön fühlen zu dürfen und von der Welt anerkannt zu werden. "Bewunderung und Lob für Transfrauen sollten nicht nur im Zusammenhang mit einer engen Definition von Schönheit zu haben sein."
Daher sei die Idee mit dem "Vanity Fair"-Cover entstanden. Und einige Frauen machten mit, ihre selbsterstellten Titelseiten werden auf einem neuen Blog gesammelt.
Eine Auswahl sehen Sie hier: