Erdebeben in Chile: Szenen der Zerstörung
Chile Achte Tote bei schwerem Erdbeben
In Chile hat eines der schwersten Erdbeben in der Geschichte des Landes große Schäden verursacht. Häuser stürzten ein, Straßen wurden zerstört, mindestens acht Menschen kamen ums Leben. Dank des Frühwarnsystems blieb eine Katastrophe aus.
Die Erschütterungen erreichten eine Stärke von 8,4 auf der maßgeblichen Skala und lösten in weiten Teilen des Pazifikraums eine Tsunami-Warnung aus - von Hawaii bis Neuseeland.
Wellen von bis zu fünf Metern Höhe erreichten einige Teile der chilenischen Küste und setzten manche Orte unter Wasser. Etwa eine Million Menschen entlang der weitläufigen Küstenregion waren in Sicherheit gebracht worden. Stunden nach dem Beben konnte der Tsunami-Alarm in Chile aufgehoben werden, wie der Katastrophenschutz des Landes mitteilte. Etwa 50 Nachbeben erschütterten das Gebiet.
Drei Männer erliegen einem Herzinfarkt
Eine Frau starb durch eine umstürzende Mauer, eine andere bei einem Erdrutsch. Drei Männer erlagen Herzinfarkten. Die Todesursache der übrigen Opfer ist noch nicht bekannt. Mindestens ein Mensch werde noch vermisst, meldeten Medien unter Berufung auf das Innenministerium.
Innenstaatssekretär Mahmud Aleuy sagte, es habe sich um das sechststärkste Beben in der Geschichte Chiles gehandelt. Es ereignete sich am Mittwoch um 19.54 Uhr Ortszeit vor der Küste der Region Coquimbo, nahe der Ortschaft Canela Baja und der Stadt Illapel. Sie liegt etwa 280 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago. Das Beben war selbst in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires und in Montevideo in Uruguay zu spüren.
Erdbeben sind in Chile keine Seltenheit. Zu einer Katastrophe war es 1939 gekommen. Nach einem Beben der Stärke 7,8 starben 28.000 Menschen. Auch das stärkste je gemessene Erdbeben geschah in Chile: 1960 registrierten Geologen die Stärke 9,5. Es starben 1655 Menschen.
Der Nationale Wetterdienst der USA gab Tsunami-Warnungen für Hawaii, Kalifornien und Amerikanisch-Samoa aus. Zerstörerische Kraft würden die Wellen dort nicht entwickeln, könnten aber zu Überschwemmungen oder ungewöhnlichen Strömungen führen.