China Klinikmitarbeiter deponieren Babyleichen in Fluss
Peking - Anwohner fanden die 21 toten Babys am Wochenende am Ufer eines Flusses in der Nähe der ostchinesischen Stadt Jining. Die Leichen steckten in Plastiksäcken, wie die Zeitung "Renmin Ribao" am Dienstag berichtete. Acht der Leichen hatten an den Füßen noch die Erkennungszettel des in der Nähe gelegenen Universitätskrankenhauses von Jining, die anderen 13 konnten zunächst nicht identifiziert werden.
Recherchen der Zeitung zufolge waren mindestens drei der identifizierten Kinder in lebensbedrohlichem Zustand in die Klinik der Medizinischen Hochschule eingeliefert worden, konnten aber nicht gerettet werden.
Medienberichten zufolge könnte es sich bei einigen der anderen Leichen um abgetriebene Babys handeln. Unter den toten Kindern waren Neugeborene, das älteste war einige Monate alt.
Die vermutlich verantwortlichen Ärzte seien alle suspendiert worden, teilten die zuständigen Behörden am Dienstag mit. Von dem Krankenhaus war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Abtreibung gibt es vor allem wegen der Ein-Kind-Politik in China sehr oft. Offiziellen Statistiken zufolge werden pro Jahr etwa 13 Millionen Abtreibungen vorgenommen.