China Regierung will Playback verbieten
Peking - China erwägt ein Verbot des Playback-Singens. Der "Betrug an der Öffentlichkeit" könne bald unter Strafe gestellt werden, teilte das Kulturministerium in Peking am Donnerstag mit.
Ein Entwurf auf der Internet-Seite des Ministeriums schreibt vor, dass professionelle Künstler keine "vorher aufgenommenen Lieder oder Musik nutzen dürfen, um Live-Gesang oder das Spielen von Instrumenten zu ersetzen".
Wer dabei erwischt werde, solle bestraft werden. Welche Strafen vorgesehen sind, verriet das Ministerium zunächst nicht.
Hintergrund könnte der Skandal um einen Auftritt bei den Olympischen Spielen in Peking vor drei Monaten sein.
Während der Eröffnungszeremonie hatte die mitreißende Darbietung der kleinen Lin Miaoke Millionen Zuschauer gerührt.
Hinterher stellte sich heraus, dass sie Playback zum Lied der siebenjährigen Yang Peiyis gesungen hatte. Sie durfte auftreten, weil sie hübscher war als die echte Sängerin, die das Lied hinter den Kulissen intonierte.
bog/AFP