China: Kuriose Bauten
Seltsame Konstruktion in China Verkehrsgünstige Lage
Es sieht aus wie ein Fremdkörper, das heruntergekommene Haus, das mitten auf einer Straße im südchinesischen Nanning steht. Die seltsame Konstruktion ist kein Werk unerfahrener Städteplaner, wie man zunächst annehmen könnte. Vielmehr ist das Gebäude ein Relikt aus früheren Zeiten - und obwohl der Besitzer nicht mehr darin wohnt, wehrt er sich bis heute dagegen, dass die Behörden es unrechtmäßig abreißen, berichtet der britische "Telegraph ".
Demzufolge gehörte das Haus einst zu einem Dorf, das Ende der Neunziger umgesiedelt wurde. Die Regierung habe es jedoch verpasst, den Hausbesitzern einen ordentlichen Räumungsbefehl auszustellen. Aus Ungewissheit über eine Entschädigungszahlung hätten sich die Bewohner geweigert, eine Vereinbarung zu unterschreiben. Den Behörden sind die Hände gebunden: Ein chinesisches Gesetz verbiete es, Eigentum ohne eine entsprechende Zustimmung abzureißen, heißt es.
Während das Dorf dem Erdboden gleichgemacht und durch asphaltierte Straßen und moderne Apartmentkomplexe ersetzt wurde, blieb das Steinhaus erhalten. Sehr zum Ärger der anderen Anwohner, wie der "Telegraph" schreibt. Die müssten ihre Autos umständlich um das Gebäude herumlenken. Auch die geplante Modernisierung der Straße sei vorübergehend ausgesetzt worden. Bis wann, ist noch nicht geklärt - nach Angaben eines Sprechers der Stadt werde noch immer verhandelt.
In den vergangenen Monaten haben bereits zahlreiche kuriose Bauwerke in China für Diskussionen gesorgt. Unter anderem eine Felsenvilla auf einem Hochhaus und ein Gebäude, das von einer Schnellstraße umzingelt war. Hier sehen Sie einen Überblick in Bildern.