Unwetter im Westen Die Bilder der Flutkatastrophe
Ganze Landstriche sind verwüstet, Häuser weggespült: Nach Unwettern im Westen Deutschlands sind mindestens 90 Menschen gestorben. Hier ist der Ort Kordel in Rheinland-Pfalz aus der Luft zu sehen. Der Ort ist vom Hochwasser der Kyll überflutet.
Auch diese Brücke über die Kyll ist vom Hochwasser weggerissen worden.
Schwer getroffen wurde der Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Der Mann auf dem Foto, Wolfgang Ewerts, sitzt gegenüber seinem von der Flutkatastrophe völlig zerstörten Hotel auf einem steinernen Betstock, der ebenfalls von den Wassermassen umgerissen worden war.
In Schuld an der Ahr wurden nach Angaben der Polizei vier Häuser völlig und zwei weitere Häuser zur Hälfte weggespült. Unter den mindestens 28 Toten in Rheinland-Pfalz sind auch neun Bewohner einer Behinderteneinrichtung in Sinzig.
In Nordrhein-Westfalen machte sich NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) in Altena und in Hagen ein Bild von der Lage. Er forderte eine schnellere Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Die Häufung von Starkregen- und Hitzeepisoden sei »verbunden mit dem Klimawandel«, sagte er. »Das bedeutet, dass wir bei den Maßnahmen zum Klimaschutz mehr Tempo brauchen – europäisch, bundesweit, weltweit.«
Die Bundeswehr hilft: Ein Einsatzfahrzeug in Aachen räumt Geröll von der Straße.
Dagmar Roeger / dpa
In Hagen schüttet ein Anwohner Wasser aus seinem Keller. Etliche Pegel von Gewässern vor allem im Süden und Südwesten Nordrhein-Westfalens hatten in der Nacht historische Höchststände erreicht, waren über die Ufer getreten und hatten Innenstädte überschwemmt.
Auch Autobahnen wurden überschwemmt, streckenweise ging daher in Nordrhein-Westfalen gar nichts. Hier ist ein Stau auf der A1 zu sehen.
Rettung aus der Luft: Mithilfe einer Seilwinde werden Menschen per Hubschrauber aus dem Ortsteil Heimerzheim in Swisttal gerettet.
Entlang der Ahr wurden viele Ortschaften verwüstet. Hier der Blick auf Altenahr.
Verwüstete Straße in Ahrweiler. Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist der Höhepunkt der extremen Niederschläge in Teilen Deutschlands überschritten.
Feuerwehr und THW in Düsseldorf: Am Freitag wird das Landeskabinett in einer Sondersitzung zusammenkommen.
Unterspülte Straße im Kreis Ahrweiler: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte den Betroffenen Unterstützung zu. »Dies sind für die Menschen in den Überschwemmungsgebieten entsetzliche Tage. Meine Gedanken sind bei ihnen.«
Das Dorf Schuld in Rheinland-Pfalz zählt zu den am schwersten getroffenen Orten. Eine Vielzahl von Gebäuden dort ist einsturzgefährdet.
Eingestürztes Haus in Schuld: Zahlreiche Menschen werden in verschiedenen Teilen des Landes noch vermisst.
Die Bewohner der Häuser suchten während des Hochwassers Schutz in den höheren Stockwerken. Als das Wasser zurückging, war die Zerstörung zu sehen.
Christoph Reichwein / imago images
Die Polizei war in Schuld vor Ort und versuchte, einen Überblick über die Lage zu bekommen. Die Zahl der Toten in Rheinland-Pfalz stieg am Freitag weiter an.
Christoph Reichwein / imago images
Das Ausmaß der Zerstörung verstehen: Feuerwehrleute stehen in den Trümmern von Schuld.
Thomas Frey / dpa
Im Ahrtal trat der Fluss vielerorts über die Ufer, flutete Hauskeller und überschwemmte ganze Ortschaften. Im Bild ist der Ort Dernau im Landkreis Ahrweiler zu sehen, der beinahe komplett unter Wasser stand.
Auch die Mosel trat über die Ufer, wie hier in Zell.
In Essen tosten die Wassermassen durch die geöffneten Stauwehre des Baldeneysees. Die Ruhr überschwemmte Land- und Ortschaften.
Auch der Rhein führte Hochwasser, so wie hier in Köln.