Ohio: Gorilla Harambe soll endlich in Frieden ruhen - DER SPIEGEL
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Erschossener Gorilla Harambe soll endlich in Frieden ruhen

Weil er einen Jungen schnappte, der ins Gehege gefallen war, wurde Zoo-Gorilla Harambe im Mai erschossen. Seither schlagen Wellen der Empörung hoch. Jetzt bat der Zoo endlich um Ruhe.
Gorilla Harambe
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Gorilla Harambe

Foto: REUTERS/cincinnati Zoo
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Sein Schicksal ging damals um die Welt: Ende Mai wurde der 17 Jahre alte und 180 Kilo schwere Gorilla Harambe von einem Notfall-Team des Zoos in Cincinnati, Ohio, erschossen. Harambe hatte sich einen kleinen Jungen, der ins Gehege gestürzt war, geschnappt und ihn herumgeschleift. Das Kind erlitt schwere Verletzungen.

Der Zoo rechtfertigte später den tödlichen Schuss damit, dass das Leben des Kindes in Gefahr gewesen und eine Betäubung des Affen unkalkulierbar gewesen sei. Doch Tierfreunde ließen diese Erklärung nicht gelten.

Welle der Empörung

Vor allem in den sozialen Netzwerken brach über den Zoo eine Welle der Empörung herein, in der Nutzer den Verantwortlichen Mord und Tierquälerei vorwarfen. Zeitgleich gab es unzählige Kommentare, in denen Harambe zum Helden erklärt wurde.

Jetzt hat sich der Zoo an die Öffentlichkeit gewandt und gebeten, die Kommentare und Aufrufe endlich sein zu lassen. "Wir sind nicht erfreut über die Memes, Petitionen und Schilder über Harambe", sagte der Zoodirektor. Man sei immer noch damit beschäftigt, den Verlust zu verarbeiten. Die andauernde Erwähnung des Affen mache es schwer, nach vorn zu blicken.

Der Hype um Harambe im Netz nahm teilweise kuriose Formen an. So wurde beispielsweise in einer Petition der Wunsch geäußert, Harambe solle als Figur im aktuell angesagten Smartphone-Spiel Pokémon-Go weiterleben.

Andere forderten, ihn auf eine Dollarnote zu drucken oder sein Gesicht neben die der vier Ex-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln in den Mount Rushmore zu meißeln. Einer aktuellen Umfrage zufolge  würden zwei Prozent der Texaner Harambe sogar zum Präsidenten wählen.

jal/AP