Göttingen: Drei Menschen sterben bei Blindgängerexplosion
Explosion in Göttingen Bombensplitter flogen 700 Meter weit
Göttingen - Sieben Kilo wog der schwerste Splitter, der bei der Bombenexplosion durch die Luft flog. Erst nach rund 700 Meter schlug dieses Metallteil im Dach eines Wohnhauses ein. Das geht aus der vorläufigen Bilanz hervor, welche die Göttinger Polizei nach der Explosion eines Blindgängers in der vergangenen Woche zog.
Bislang seien fünf Einschläge von Bombensplittern in Wohngebieten bekannt geworden. Zwei Gebäude und zwei Gartenhäuser wurden von Metallteilen getroffen und beschädigt, ein weiterer Splitter landete in einer Gartenanlage.
Ein Sprecher der Polizei sagte, dass der genaue Sachschaden noch nicht bekannt sei, bei der Stadt Göttingen habe bis Mittwoch noch kein Bürger einen Schaden gemeldet. Die nächsten Wohnhäuser sind vom Ort der Explosion einige hundert Meter entfernt.
Zu dem Vorfall kam es, als am Dienstag vergangener Woche eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Göttinger Schützenplatz entschärft werden sollte und detonierte, bevor mit der Entschärfung begonnen werden konnte.
Drei Mitarbeiter des niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes kamen dabei ums Leben, sechs weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Vor dem Einsatz hatten die Behörden das Gebiet im Umkreis von einem Kilometer um den Fundort der Bombe evakuiert.