Feguson: Demonstranten legen Einkaufszentrum lahm - DER SPIEGEL
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Protest in Ferguson Demonstranten blockieren Schnäppchenjäger

Statt sich um günstige Angebote zu prügeln, sollten sich die Bürger lieber dem Protest gegen Polizeigewalt anschließen. So sahen es Demonstranten nahe Ferguson und erzwangen die Schließung eines Einkaufszentrums.
Liegender Protest: Demonstranten legen US-Einkaufszentrum lahm
Liegender Protest: Demonstranten legen US-Einkaufszentrum lahm

Liegender Protest: Demonstranten legen US-Einkaufszentrum lahm

Foto: Joshua LOTT / AFP
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Ferguson - Solidarität statt Konsum: Während der traditionellen Rabattschlacht zum "Black Friday" haben Demonstranten die Schließung eines Einkaufszentrums nahe der US-Stadt Ferguson erzwungen. "Hört auf zu shoppen und schließt Euch der Bewegung an", riefen die Demonstranten, die aus Solidarität mit dem im August von einem Polizisten erschossenen schwarzen Jugendlichen Michael Brown einen Einkaufsboykott forderten.

Mindestens hundert Protestteilnehmer streckten sich in Erinnerung an die mehr als vier Stunden, die Browns Leiche auf der Straße gelegen hatte, auf dem Boden der Einkaufspassage aus. Aus Sorge vor Unruhen schlossen die Geschäfte. Als die Polizei eintraf, räumte sie das Einkaufszentrum.

"Black Friday" ist der Freitag nach Thanksgiving, traditionell locken die Geschäfte in den USA an diesem Tag Scharen von Käufern mit hohen Rabatten. Mehrere prominente Schwarze machten sich im Vorfeld dieses Jahr jedoch für einen Boykott der Einkaufsschlacht stark. Auch in anderen Städten der USA, Wie New York und Chicago, riefen Demonstranten zum Boykott des "Black Fridays" auf.

Der Fall des 18-jährigen Brown, der am 9. August nach einem Handgemenge von dem weißen Polizisten Darren Wilson erschossen worden war, sorgt seit Monaten für Spannungen. Die Wut kochte am Montag über, als eine Jury bekannt gab, dass sie auf eine Anklage gegen den Todesschützen verzichten werde, da sie bei dem Polizeibeamten kein Fehlverhalten feststellen konnte. Wilson hat inzwischen erklärt, dass er nach seiner Beurlaubung nicht in den Polizeidienst zurückkehren werde.

Die Tötung des unbewaffneten Schwarzen führte zu einer landesweiten Debatte über Rassismus und Polizeigewalt.

loe/AFP/AP