Ferguson: Missouri ruft Ausnahmezustand aus - DER SPIEGEL
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Erschossener Michael Brown Gouverneur verhängt Ausnahmezustand über Ferguson

Kommt der Polizist, der Michael Brown in Ferguson erschossen hat, vor Gericht? Die US-Kleinstadt wartet gespannt auf eine Entscheidung, und der Gouverneur fürchtet neue Proteste. Jay Nixon verhängte deshalb nun den Ausnahmezustand.
Missouris Governeur Nixon (am Dienstag):
Missouris Governeur Nixon (am Dienstag):

Missouris Governeur Nixon (am Dienstag):

Foto: REUTERS
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Ferguson - Der Gouverneur von Missouri hat im seit Monaten von Unruhen erschütterten Ferguson den Ausnahmezustand ausgerufen. Vor allem in der US-Kleinstadt und der Region St. Louis sollen die Sicherheitskräfte demnach die Bürgerrechte schützen, wie Gouverneur Jay Nixon in einer Mitteilung  erklärte. Es bestehe die Möglichkeit "großer Unruhen". Der Republikaner will im Fall erneuter Ausschreitungen die Nationalgarde einsetzen und die Polizei unterstützen lassen.

Die Nervosität in der US-Kleinstadt wächst bereits seit Tagen, da eine Geschworenenjury bald über eine mögliche Anklage gegen Browns Todesschützen Darren Wilson entscheiden will. Zuletzt hatten die Eltern des erschossenen Teenagers die Demonstranten in Ferguson zur Besonnenheit aufgefordert: Die Gerechtigkeit im Fall Brown müsse "aufmerksam, friedlich, ruhig und würdevoll" eingefordert werden, sagte der Anwalt der Browns, Anthony Gray.

Der weiße Polizist Wilson hatte den 18-jährigen Brown am 9. August auf offener Straße erschossen und eine Serie schwerer Proteste und Ausschreitungen ausgelöst. Über den genauen Tathergang herrscht bis heute Unklarheit: Die einen sehen Brown als Opfer rassistischer Polizeigewalt, andere verteidigen den Todesschützen: Der 28-Jährige habe aus Notwehr gehandelt. Sollte Wilson nicht angeklagt werden und einem Gerichtsverfahren entgehen, dürften die Unruhen in der Stadt nahe St. Louis im Bundesstaat Missouri erneut aufflammen.

mxw