Fesch in Berlin: Kashif, 23, aus Berlin
Er hüpft, er turnt, er quatscht die Leute an. Das ist sein Job. Kashif steckt in einem orangefarbenen Ganzkörperanzug und verteilt Flyer für eine Modemesse in den Opernwerkstätten. Zehn Stunden lang steckt er in dem Anzug und wird "gut bezahlt", wie er sagt. "Der Anzug ist nicht unbequem, nur die Nase wird ein bisschen gequetscht."
Eigentlich studiert Kashif BWL in Berlin. Er sei ganz froh, dass ihn in dem Anzug niemand erkennt, sagt er. Darunter trägt er noch vier T-Shirts und eine lange Unterhose.
Mein Outfit soll…
…auffallen. Das ist der einzige Zweck. Ich bin eine wandelnde Werbefigur.
Ich würde niemals…
…zu dem orangefarbenen Anzug etwas Pinkfarbenes tragen. Die Farbe mag ich auch sonst nicht. Am schlimmsten wäre das noch kombiniert mit einem Jutebeutel! Im Alltag mag ich den Casual Style: Jeans, T-Shirt, Hoodie.
Ich gehe nicht auf die Straße ohne…
…meinen Ganzkörperanzug und meinen Rucksack - zumindest heute. Im Rucksack ist alles drin, was ich für die Arbeit brauche: Flyer, Kugelschreiber, Regenschirme, Sticker.
Mein teuerstes Kleidungsstück…
…sind meine Schuhe. Die habe ich im vergangenen Winter bei Görtz für 80 Euro gekauft.
Mein modisches Vorbild ist…
…heute auf jeden Fall Lady Gaga. Der geht es auch darum, um jeden Preis aufzufallen.