Fesch in Berlin: Yves, 38, aus Berlin
Yves hat es eilig, er muss die Päckchen noch zur Post bringen. Und abends geht es zur Eröffnung der Modemesse "Bread & Butter". Er habe gerade noch ein Ticket ergattern können. "Mode ist mir wichtig", sagt Yves. "Sie darf aber nicht überbewertet werden."
Yves leitet eine Brillenschneiderei in Berlin, er ist Designer und Augenoptikermeister. Dass er selbst keine Brille trägt, ist Absicht. Er wolle seinen Kunden kein Modell vorführen und sie damit beeinflussen, sagt er.
Mein Outfit soll…
…eine gelungene Farbkombination gegen das allgegenwärtige Grau sein. Wobei ich gedeckte Farben mag, keine schreienden. Und unter der Jacke trage ich schwarz und weiß, das passt besser zur Abendveranstaltung. Zum Glück kann man in Berlin anziehen, was man will.
Ich würde niemals…
…Kleidung tragen, die nicht zu meinem Alter passt. Ich bin 38. Da ziehe ich kein langes Shirt mit kurzer Lederjacke mehr an.
Ich gehe nicht auf die Straße ohne…
…in den Spiegel geguckt und gefrühstückt zu haben. Heute gab es Haferflocken mit frischer Ananas, Mandarine und Blaubeeren.
Mein teuerstes Kleidungsstück…
…sind meine Schuhe. Ich habe sie mir erst am vergangenen Freitag in Mitte gekauft, für 160 Euro. Ich liebe die Farbe, ein matter Cognac-Ton mit einem orangefarbenen Touch.
Mein modisches Vorbild ist…
…überall. Ich lasse mich von Schaufenstern inspirieren, von Freunden oder Geschäftspartnern. Ein Vorbild im klassischen Sinne habe ich nicht, das würde zu sehr meinen eigenen Geschmack verfälschen.