Florida Python erwürgt Kleinkind
Oxford - Die Riesenschlange war am Mittwoch unbemerkt aus ihrem Terrarium ausgebrochen und dann ins Kinderzimmer geschlichen, teilte die Polizei in der ländlichen Gemeinde Oxford mit. Als der Lebensgefährte der Mutter das Fehlen des Haustiers bemerkte und sich auf die Suche machte, kam für das Kind bereits jede Hilfe zu spät.
Der 32-Jährige, der den Python ohne die erforderliche Genehmigung hielt, stach auf das Reptil ein, bis es von seinem Opfer abließ. Die herbeigerufenen Rettungssanitäter konnten jedoch nur noch den Tod des Mädchens feststellen.
In einem Notruf, den die Einsatzzentrale veröffentlichte, hieß es, die Schlange sei "mitten in der Nacht" aus dem Terrarium ausgebrochen und habe das in seinem Bett liegende Kind erwürgt. "Das ist ein sehr trauriger Vorfall", sagte Sheriff Bill Farmer der Zeitung "Tampa Tribune". "Aber ohne Vorsichtsmaßnahmen eine große Schlange zu halten, beschwört einfach Ärger herauf." In dem Haus sei noch ein weiterer, zwei Meter langer Python gefunden worden. Der Tierhalter wird laut "Orlando Sentinel" derzeit von der Polizei vernommen. Er könnte wegen Kindsgefährdung angeklagt werden, hieß es.
Birmapythons hätten enorme Kräfte, sagte Schlangenexperte Matt Harrison dem Sender. "Sie sind nicht nur stark genug, jemanden zu erwürgen, sondern auch, Knochen zu brechen." Im Süden Floridas wurden in der Vergangenheit Schlangen dieser Art ausgesetzt, die zuvor als Haustiere gehalten worden waren. Nach einer Studie der Universität Florida vermehre sich der Python-Bestand dort inzwischen "rapide", und es werde erwartet, dass die Schlangen bald schon die Mitte des Bundesstaates erreichen.
Laut Angaben einer Tierschutzorganisation wurden seit 1980 zwölf Fälle in den USA bekannt, in denen als Haustiere gehaltene Pythons einen Menschen getötet haben. Unter den Opfern seien fünf Kinder, teilte die Humane Society of the United States (HSUS) mit.