Flugzeugabsturz auf Kuba Zahl der Todesopfer steigt auf 111
Kubanische Flagge auf Halbmast
Foto: ALEJANDRO ERNESTO/EPA-EFE/REX/ShutterstockNach dem Flugzeugabsturz in Kuba ist eine der drei überlebenden Frauen an ihren schweren Verletzungen gestorben. Die 23-Jährige habe bei dem Unglück am Freitag nahe der Hauptstadt Havanna eine schwere Schädelverletzung erlitten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Dem Ärzteteam sei es nicht gelungen, die Frau zu retten. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 111.
Insgesamt hatten drei Frauen den Absturz der Boeing 737 kurz nach dem Start überlebt. Die Ärzte ringen noch immer um das Leben einer 39-Jährigen und einer 19-Jährigen. Bei den Todesopfern handelt es sich um 100 Kubaner, sieben Mexikaner, zwei Argentinier und zwei in Kuba lebende Afrikaner.
Die abgestürzte Maschine gehörte der mexikanischen Fluggesellschaft Damojh, sie wurde jedoch von der staatlichen kubanischen Gesellschaft Cubana de Aviación gemietet und betrieben. Die Fluggesellschaft Damojh wurde 1990 in Mexiko gegründet, zur Flotte zählen laut mexikanischem Verkehrsministerium lediglich drei Flugzeuge. Sie muss nun vorerst ihren Betrieb einstellen, wie die mexikanische Luftverkehrsbehörde am Montag mitteilte . Für die Dauer der Untersuchung dürfe die Firma keine Flüge durchführen.
Video (Stand: 19. Mai) - Unglücksmaschine war fast 40 Jahre alt
Das Flugzeug war fast 40 Jahre alt. Während dieser Zeit gehörte es verschiedenen Fluggesellschaften, im Besitz von Damojh war es Berichten zufolge erst seit 2017. Die Airline Cubana hatte die Maschine demnach erst seit Mai diesen Jahres betrieben. Ziel des Inlandsflugs vom vergangenen Freitag war die 670 Kilometer östlich gelegene Stadt Holguín. Es war das schwerste Flugunglück in Kuba seit knapp 30 Jahren.