Hurrikan "Irma: Frankreich verschärft Warnung für Karibik - DER SPIEGEL
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"Extrem gefährlich": "Irma" hält Kurs auf Karibik

Foto: NOAA/ REUTERS

Überseegebiete Frankreich verschärft Warnung vor Hurrikan "Irma"

Frankreich hat wegen Hurrikan "Irma" die höchste Alarmstufe für zwei Gebiete in der Karibik ausgerufen. Offenbar wollen sich Tausende Menschen auf den Inseln nicht in Sicherheit bringen.
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Das Zentrum des Hurrikans "Irma" hat auf seinem Weg durch die Karibik die Inseln Saint-Barthélémy und Saint-Martin überquert. Laut französischen Meteorologen erreichte der extrem starke Sturm die Inseln am Morgen (Ortszeit).

Für etwa 1,5 Stunden habe sich das Auge des Wirbelsturms über dem Saint-Barthélémy befunden und dann die nordwestlich gelegene Insel Saint-Martin berührt, die zu Frankreich und den Niederlanden gehört. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor.

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Das Zentrum von "Irma" hat einen Durchmesser von etwa 50 Kilometern. Die Meteorologen meldeten sehr starken Wellengang und Überschwemmungen in Küstengebieten. Für die Insel Guadeloupe hoben die Behörden die Hurrikan-Warnung wieder auf.

Die französische Regierung hatte zuvor die höchste Alarmstufe ausgerufen. Die Einwohner sollten auf keinen Fall ihre Häuser oder Wohnungen verlassen, hieß es in einer am Morgen vom Innenministerium in Paris auf Twitter veröffentlichten Warnung. Es sei unter Androhung von Strafen verboten, zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs zu sein.

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Offenbar lehnten es Tausende Menschen auf den Inseln ab, sich in Sicherheit zu bringen. Die für die Überseegebiete verantwortliche Ministerin Annick Girardin zeigte sich besorgt. Die Menschen sollten Anweisungen und Ratschlägen Folge leisten, forderte Girardin. Es ginge um etwa 7000 Menschen, die sich nicht in Sicherheit bringen wollten, heißt es. Das französische Innenministerium warnte explizit davor, falsche Informationen oder Videos von früheren Ereignissen zu verbreiten.

"Irma" ist der stärkste Tropensturm, der jemals in der Karibik registriert wurde. In der Nacht erreichte "Irma" mit Barbuda die erste der Karibikinseln. Berichten zufolge brachen die Telefonleitungen zusammen, als der Sturm in Richtung Puerto Rico über Barbuda hinwegzog. Die Behörden warnten die etwa 1700 Bewohner, trotz einer kurzen vermeintlichen Beruhigung der Lage im Zentrum des Sturms nicht nach draußen zu gehen.

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"Extrem gefährlich": "Irma" hält Kurs auf Karibik

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Derweil wächst die Bedrohung für den US-Bundesstaat Florida durch "Irma" nach Einschätzung der US-Wetterbehörde. Neuen Berechnungen zufolge liegen möglicherweise große Teile Floridas im Weg des Sturms. Setzt Hurrikan "Irma" seinen derzeitigen Kurs fort, könnte er zum Wochenende in Florida auf Land treffen. Nach Angaben von Meteorologen ist der Zeitraum von Freitagabend bis Montag (Ortszeit) kritisch.

Deutsche Kunden von Tui können geplante Reisen in die Dominikanische Republik und nach Kuba bis einschließlich 8. September kostenlos stornieren oder umbuchen, teilte der Reiseveranstalter mit. Wegen der drohenden Auswirkungen des Tropensturms sei nicht sichergestellt, dass alle gebuchten Leistungen erbracht werden können. Rund 100 betroffene Urlauber mit Abflug am Mittwoch seien informiert worden. Alle Gäste vor Ort seien in sichere Unterkünfte gebracht worden.

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Auf "Irma" könnte direkt ein weiterer schwerer Sturm folgen. Der Tropensturm "Jose" könne sich am Abend (Ortszeit) zu einem Hurrikan entwickeln und am Wochenende die derzeit von "Irma" betroffenen Inseln erreichen, warnte das US-Hurrikanzentrum in Miami. Die Windgeschwindigkeiten des Tropensturms erhöhten sich bereits auf fast 95 Kilometer pro Stunde, hieß es.

brt/dpa/AFP