Französische Rauchlust: Lieber tot als dick - DER SPIEGEL
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Qualmen in Frankreich: Mit Rauch geht's auch

Französische Rauchlust Lieber tot als dick

Während die Franzosen den Zigaretten allmählich abschwören, qualmen die Französinnen unverdrossen weiter - aus Angst vor zusätzlichen Kilos. Der Mythos vom Schlankmacher Nikotin hält sich bei ihnen hartnäckig.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - "Ich stehe auf der Bühne und daher ist mein Gewicht wichtig", sagte die Pariser Sängerin Dorothée Rascle dem "Daily Beast". "Wenn ich zu rauchen aufhörte, wäre das erste, woran ich dächte, dass ich zunehmen könnte." Die Künstlerin ist damit nicht alleine.

Während immer mehr Franzosen dem Nikotin abschwören - die Zahl der Raucher sank dem Blog zufolge von 66 Prozent im Jahr 1950 auf mittlerweile 33 Prozent - ist der Trend unter Frauen gegenläufig: 26,5 Prozent der Französinnen rauchen inzwischen.

Forscher prognostizieren laut "Daily Beast", dass durch Tabak verursachte Krebsarten bald schon die häufigste Todesursache von Frauen in Frankreich sein könnten.

"Die Hauptsorge vieler Frauen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, ist: bloß nicht zunehmen", sagte die Anti-Tabak-Aktivistin Christelle Touré dem "Daily Beast". In den vergangenen Wochen habe die Zahl der geschalteten Anzeigen, die dieser Angst begegnen sollen, stark zugenommen. Der Mythos vom Schlankmacher Nikotin sei in Frankreich besonders tief verwurzelt.

Zwar sei es tatsächlich so, dass Raucher, nachdem sie ihr Laster aufgegeben hätten, im Schnitt bis zu fünf Kilo zulegten, doch verlören sie das Gewicht meistens nach einem Jahr wieder. Hingegen seien Nikotinabhängige nicht selten stark übergewichtig, wegen und nicht trotz ihrer Sucht, so Touré.

jdl

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