Fußball-WM Heino will Hymne singen
Berlin - Der blonde Barde hatte 1977 als erster deutscher Sänger die Nationalhymne auf Schallplatte eingesungen. Der "Bild"-Zeitung sagte er jetzt: "Ich habe dafür Schimpf und Schande geerntet. Heute maßt sich jeder an, die Hymne zu singen", so der 66-Jährige.
Erst Anfang Juni hatte die Delmenhorster Sängerin Sarah Connor ihre große Chance verspielt: Beim zweiten Eröffnungsspiel in der Münchner Allianz-Arena dichtete sie die Nationalhymne vor lauter Aufregung um und sang statt "Blüh im Glanze" wenig nachvollziehbar "Brüh im Lichte dieses Glückes". Nachdem sie Hohn und Spott geerntet hatte, entschuldigte sich die Chanteuse überschwänglich dafür, das "Lied der Deutschen" verunstaltet zu haben.
Heino war da erfolgreicher. 1996 hatte er zuletzt die Hymne gesungen - vor dem Abschiedskampf von Box-Profi Henry Maske in der Münchner Olympiahalle. Nicht nur, dass er fehlerfrei sang, er begeisterte auch die Massen: "Es war ergreifend. 16.000 Menschen stimmten damals mit ein", erinnert sich der Musiker, der jetzt auf eine neue Chance hofft.