Umstrittener Nachbarschaftswächter: Zimmerman will in den Ring
Trayvon Martins Todesschütze George Zimmerman will Prügel
Hamburg - An Herausforderern dürfte es nicht mangeln: George Zimmerman, der als Nachbarschaftswächter in Florida den unbewaffneten Teenager Trayon Martin erschoss und vor Gericht freigesprochen wurde, will beim Promi-Boxen antreten. Das bestätigte er unter anderem der Website "Radar Online" .
Der Kampf soll am 1. März steigen und wird von einem gewissen Damon Feldman organisiert - einem früheren Profiboxer, der nun Schaukämpfe von mehr oder weniger Prominenten veranstaltet. Ein Herausforderer für Zimmerman wird noch gesucht. Interessenten können sich per E-Mail bewerben, laut US-Medien über die Adresse fightgeorge@hotmail.com. Ein Teil der Erlöse soll wohltätigen Zwecken zukommen.
Ein erster Prominenter hat sich schon gemeldet: Der Rapper "The Game" sagte der Website "TMZ" , er werde "die Sch... aus Zimmerman rausprügeln". Der Rapper ist in den USA ein Star, seine Alben erreichen regelmäßig Spitzenpositionen in den Charts. "Ich würde nicht für mich kämpfen", wird Jayceon Terrell Taylor, so sein bürgerlicher Name, zitiert. "Ich würde für die Erinnerung an Trayvon Martin und für seine Familie kämpfen." "The Game" hatte sich im vergangenen Jahr das Gesicht Martins auf sein Bein tätowieren lassen.
Der Tod des schwarzen Teenagers hatte in den USA eine große Debatte über Rassismus ausgelöst. Selbst Präsident Barack Obama zeigte sich bestürzt über den Fall. Martin war im Februar 2012 in einem Wohngebiet in Florida von Nachbarschaftswächter Zimmerman erschossen worden.
Zimmerman hielt den damals 17-Jährigen eigenen Angaben zufolge für einen Einbrecher, es kam zum Kampf. Zimmerman beteuerte, dass Martin ihn zuerst attackiert habe. Sein Freispruch führte zu landesweiten Protesten und wurde vom früheren US-Außenminister Colin Powell in Frage gestellt.