Hollywood-Ehe Rosenkrieg mit Charlie und Denise
Los Angeles - Kennengelernt hatten sich Charlie Sheen, 40, und Denise Richards, 35, vor fünf Jahren bei den Dreharbeiten zu der romantischen Komödie "Guter Rat ist teuer". Aus einer Romanze am Set wurde eine Ehe, die jedoch nicht einmal drei Jahre hielt: Im Dezember letzten Jahres reichte Richards, damals noch schwanger mit dem zweiten Kind mit Sheen, die Scheidung ein. Seitdem streiten sich die beiden Hollywood-Schauspieler um Sorgerecht und Besuchszeiten.
Jetzt geht der Rosenkrieg in eine neue Runde. Richards, einst verführerische Lolita in dem Erotikthriller "Wild Things" und Bondgirl an der Seite Pierce Brosnans in "Die Welt ist nicht genug", setzte vor Gericht durch, dass Sheen einen Mindestabstand von 300 Fuß (etwa 90 Meter) von ihr einhalten muss und ihr Haus nicht mehr betreten darf. Angeblich habe ihr Ex-Gatte sie gestoßen und tätlich bedroht. Die gemeinsamen Kinder Sam, 2, und die zehn Monate alte Lola darf er nur einmal pro Woche unter Aufsicht besuchen, heißt es in US-Medien.
"Ich bin sehr enttäuscht, dass sich die Situation so verschlechtert hat, dass man vor Gericht gehen muss. Trotzdem liegt mir vor allem das Wohl meiner Kinder am Herzen, und durch die heutige Maßnahme wird ihre und meine Sicherheit garantiert", sagte Richards in einer Erklärung.
Sheen, der in der Vergangenheit durch Drogen- und Frauengeschichten öfter in die Schlagzeilen als mit seiner Schauspielleistung, bestreitet die Vorwürfe. In einem Interview mit dem TV-Magazin "Entertainment Tonight" bezeichnete der Star der Fernsehserie "Two and a Half Men" die Vorgehensweise seiner Ex-Frau als "Schmutzkampagne", die dazu dienen soll, seinen Ruf als treusorgender und verantwortungsbewusster Vater zu demontieren. "Das ist eine Reaktion auf unsere missglückte Ehe, eine verrückte Sehnsucht, mich zu verletzen und zu bestrafen", sagte Sheen.
Dabei schien sich das Paar US-Medienberichten zufolge schon fast wieder versöhnt zu haben. Doch Richards habe den Gerichtsberichten zufolge angegeben, Sheen missbrauche regelmäßig verschreibungspflichtige Medikamente, leide unter Spielsucht, gehe zu Prostituierten und sehe sich Pornobilder im Internet an. Eine neue Anhörung ist für den 12. Mai geplant.
bor/dpa/rtr