Igedo-Modemesse: Designer treiben’s bunt - DER SPIEGEL
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Igedo-Modemesse Designer treiben’s bunt

Anziehende Perspektiven für den Sommer 2009: Die Mode wird bunt und plakativ. Außerdem zu sehen bei der Igedo, der größten Modemesse der Welt: umfangreiche Kollektionen für Supersize-Kundinnen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Viel Farbe und leichte Stoffe: Einen Vorgeschmack auf die neue Sommermode gibt seit Sonntag die weltgrößte Modemesse Igedo Fashion Fairs in Düsseldorf. Bis zum Dienstag zeigen rund 1750 Aussteller aus 44 Ländern die Trends für die Saison Frühjahr/Sommer 2009. Demnach steht fest: Jeans in knalligen Farben wie Gelb, Pink oder Grün sowie Kleider mit großflächigen Drucken sind ein "Muss".



Bei den Stoffen sind leichte Materialien wie Leinen, Baumwolle und Nylons gefragt. "Alles ist soft, leicht und fließend", erklärt der Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts, Gerd Müller-Thomkins. Jacken sind oft ungefüttert und kurz geschnitten und können ebenso zu weiten Marlene-Hosen wie zu schmalen Röhren getragen werden.

Bei den Herren dominiert für Business-Mode Grau in allen Schattierungen. Ansonsten kommen auch bei ihnen frische Farben ins Spiel: Nylonjacken und Polo-Shirts erscheinen in kräftigem Blau, Orange oder Gelb.

Wahre Größe zeigt die Igedo im Supersize-Bereich. Weil die Branche erkannt hat, dass mehr als ein Viertel aller Frauen mindestens Größe 44 trägt, gibt es neben Hungerhaken-Couture auch Kollektionen für sogenannte große Größen. Für Damen mit umfangreicheren Wünschen setzen Hersteller für 2009 auf Weiß sowie kräftige Pink-, Gelb- oder Grüntöne. Angesagt sind außerdem Leinen und andere leichte Materialien.

Angesichts der starken Konkurrenz durch andere Modeveranstaltungen etwa in Mailand, Berlin oder München feilen die Düsseldorfer an einem neuen Konzept. Am Samstag trafen sich Vertreter von Igedo, Stadt, Land Nordrhein-Westfalen und Modeverbänden, um zu überlegen, wie Düsseldorf als Modeplattform weiter aufgewertet werden kann. Ins Gespräch gebracht wurde unter anderem eine Modenschau auf der Nobelmeile Königsallee. Konkrete Vereinbarungen wurden nach Angaben eines Igedo-Sprechers aber noch nicht getroffen.

Die Igedo Fashion Fairs bündelt vier Messen unter einem Dach: Die Damenmode (CPD), die Herrenmode (HMD), Badebekleidung und Unterwäsche (Body Look) und ausländische Großproduktionen (Global Fashion). Die zweimal jährlich veranstaltete Messe richtet sich an Einkäufer des Handels. Zur Vorjahresveranstaltung kamen rund 32.000 Fachbesucher

dan/dpa