Indonesien: Mindestens 23 Tote bei Massenpanik - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Indonesien Mindestens 23 Tote bei Massenpanik

Tödlicher Andrang im Fastenmonat Ramadan: Im Osten der indonesischen Insel Java sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen, als ein reicher Mitbürger auf der Straße Geld an Bedürftige verteilen ließ und damit eine Massenpanik verursachte.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Jakarta - Wie die staatliche Nachrichtenagentur Antara meldete, drängelten sich am Montag tausende Bewohner in einer engen Straße der Stadt Pasuran, rund 800 Kilometer östlich von Jakarta. Ein wohlhabender Unternehmer hatte anlässlich des Fastenmonats Ramadan erklärt, er werde jedem Bürger eine Spende in Höhe von 40.000 Rupien (rund drei Euro) zukommen lassen - eine durchaus übliche Geste der Wohltätigkeit in Indonesien.

Doch der Ansturm war zu groß: Vor der Ausgabestelle drängten sich so viele Menschen, dass Panik ausbrach. Im Fernsehen waren Bilder zu sehen, wie schreiende Frauen gegen einen Zaun gedrückt wurden. Die bittere Konsequenz: Mindestens 23 Menschen wurden zu Tode gedrückt und zahlreiche weitere verletzt. Mindestens acht befinden sich noch in kritischem Zustand im Krankenhaus, berichtete die Polizei am Montag.

ala/AFP/AP