Jahreswechsel Die Welt im Silvesterfieber
Sydney/Taipeh - Das ist die Höhe: Das Taipeh Financial Center ist nicht nur das größte Bürogebäude der Welt, sondern auch die Plattform für ein feuriges Spektakel. In der taiwanesischen Metropole wird das 509 Meter hohe Gebäude zur Plattform für ein gigantisches Feuerwerk.
Auch in Kuala Lumpur, Seoul und Hongkong ist man auf explosive Weise kreativ: Dort begrüßen Tausende Menschen das neue Jahr mit kunstvollen Feuerwerksspektakeln.
Auch New York rüstet sich für den Jahreswechsel. Der Big Apple erwartet mehr als eine Million Menschen zur traditionellen Silvesterfeier am Times Square. Dank milden Wetters rechnen die Veranstalter mit einem Rekordbesuch. Mehr als drei Tonnen Konfetti sollen verstreut werden.
Die Hotels der Innenstadt sind komplett ausgebucht. Wer beim Restaurantbesuch einen Tisch mit direktem Blick auf das Geschehen wollte, musste bis zu 1000 Dollar pro Person berappen. Auf den Straßen geht es nüchterner zu: Es herrscht absolutes Alkoholverbot.
Fünf Jahre nach den Anschlägen des 11. September bleiben die Sicherheitsvorkehrungen streng. Auf den Dächern halten Scharfschützen Wache, Polizeihunde suchten nach Hinweisen auf Sprengstoff. Besucher werden kontrolliert, Taschen und Rucksäcke sind tabu. Am Times Square werde es am Silvesterabend so sicher sein wie nirgendwo sonst, ließ Bürgermeister Michael Bloomberg verlauten.
Sidney blieb von Terrorängsten unbehelligt: Rund eine Million Menschen begrüßten um 14 Uhr deutscher Zeit vor der weltberühmten Kulisse im Hafen der Stadt das neue Jahr. Zu den Klängen von "Diamonds Are Forever" stiegen unzählige Raketen, Lichterfontänen und Leuchtsterne in den australischen Nachthimmel und tauchten den Hafen in ein Farbenmeer: Rot, grün, silbern und blau schimmerte der Himmel. Dazu funkelte ein überdimensionaler "Diamant" am Firmament.
Millionen Menschen rund um den Globus konnten per TV-Live- Übertragung das Spektakel mitverfolgen. Bei frühsommerlichen Temperaturen von rund 20 Grad feierten in Sydney viele Partygäste zu Live-Musik im besten Party-Outfit mit schulterfreien Abendkleidern oder leichten Festanzügen.
Als erste Erdenbürger konnten allerdings die Bewohner der östlichen Kiribati Inseln im Südpazifik das Jahr 2007 begrüßen - nämlich bereits um 11 Uhr MEZ. Dort verläuft die Datumsgrenze der Erde. Danach konnten die Bewohner Neuseelands und anderer Pazifikstaaten wie Tonga und Tuvalu in das neue Jahr rutschen.
In Japan bestiegen mehr als 15.000 Menschen den Berg Fuji, um in luftiger Höhe das erste Morgenlicht des neuen Jahres zu sehen. Hunderttausende andere feierten in Jahreswechsel in buddhistischen Tempeln und schintoistischen Schreinen.
In Thailand und Malaysia ging das alte Jahr mit Regen und Sturm zu Ende. Die Meteorologen warnten vor hohem Wellengang vor der Ostküste der malaysischen Halbinsel.
dan/dpa/AP