Joachim Gauck bei Wustrow mit Segelboot gekentert - DER SPIEGEL
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Mit Segelboot gekentert Seenotretter ziehen Ex-Bundespräsident Gauck aus dem Wasser

Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck ist bei einem Segelausflug auf dem Saaler Bodden gekentert. Einsatzkräfte brachten das ehemalige Staatsoberhaupt mit einem Rettungsboot in Sicherheit.
Joachim Gauck (Archivbild)
Joachim Gauck (Archivbild)

Joachim Gauck (Archivbild)

Foto: imago/ Future Image
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Joachim Gauck ist in Mecklenburg-Vorpommern in Seenot geraten. Der frühere Bundespräsident ist mit einem Boot auf dem Saaler Bodden vor Wustrow gekentert. Das Bundeskriminalamt (BKA) bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Ostsee-Zeitung ". Der 79-Jährige blieb dem BKA zufolge unverletzt.

Der gerettete Segler war laut einer Sprecherin der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) alleine auf dem kleinen Boot unterwegs. Gaucks Personenschutzkommando befand sich dem BKA zufolge an Land.

Hubschrauber im Einsatz

Das Seenotrettungsboot "Barsch" barg ihn aus dem Bodden. Die örtliche Feuerwehr und ein Hubschrauber waren im Einsatz. Laut DGzRS hatte jemand beobachtet, wie der kleine Segelkutter am Nachmittag kenterte, das Boot lag anschließend auf der Seite.

Gauck ist in Rostock geboren und in Wustrow aufgewachsen. Bis 2017 war der ehemalige Pastor und passionierte Segler fünf Jahre lang Bundespräsident.

Auch vor Sylt gerieten am Nachmittag zwei Segler in Seenot. Nachdem ihr Katamaran kenterte, sei einer der beiden mehr als eine Stunde lang in der Nordsee getrieben, sagte die DGzRS-Sprecherin.

Die Besatzung eines Hubschraubers entdeckte den vermissten Mann bei einer Suchaktion schließlich aus der Luft. Er konnte per Seilwinde in Sicherheit gebracht werden. Der Sprecherin zufolge hatte der Mann in dunklem Neoprenanzug unglaubliches Glück, überhaupt noch gefunden zu werden. Von oben sei er kaum von Robben zu unterscheiden gewesen. Der andere Mann war bereits kurz nach dem Kentern von einem Behördenboot gerettet worden.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung war von einem Rettungskreuzer die Rede, der Gauck zu Hilfe kam. Es handelte sich jedoch um ein Rettungsboot. Wir haben den Fehler korrigiert.

apr/dpa