Karneval in Rio de Janeiro beginnt mit Verspätung - DER SPIEGEL
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Karneval in Brasilien: Spektakel in Rio und São Paulo

Foto: Andre Penner/ AP

Starker Regen und Sicherheitsbedenken Karneval in Rio startet mit Verspätung

Der Karneval in Brasilien erreicht seinen Höhepunkt: Die besten Sambaschulen treten in den kommenden Tagen gegeneinander an. Während in São Paulo schon getanzt wurde, stand der Start in Rio zeitweise auf der Kippe.
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In Rio de Janeiro haben am Freitagabend die Paraden der Sambaschulen nach heftigen Gewitterschauern verspätet begonnen. Vor nicht voll besetzten Tribünen zog die erste Sambaschule "Unidos da Ponte" um kurz nach 23 Uhr Ortszeit in den weltberühmten Sambódromo in der Innenstadt ein. "König Momo", die Symbolfigur des Karnevals, gab den Startschuss.

Vier Abende in Folge wollen fast 30 Schulen ihre Kostüme und ihr tänzerisches Können präsentieren. Die Samba-Shows, vor allem in Rio, gelten als Höhepunkt des Karnevals. Die Auftritte der besten Sambaschulen sind für Sonntag und Montag geplant. Eine Jury wird dann kommende Woche die sechs Schulen küren, die mit ihren Liedern, Kostümen und Choreografien am meisten überzeugten. Diese dürfen am kommenden Samstag noch einmal auftreten.

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Karneval in Brasilien: Spektakel in Rio und São Paulo

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Rios Bürgermeister Marcelo Crivella blieb der Eröffnungszeremonie erneut fern und überließ die Übergabe des glitzernden Schlüssels an "König Momo" Rios Tourismuschef Marcelo Alves. Der evangelikale Politiker gilt wegen seines Glaubens als Karnevals-Gegner, die finanzielle Unterstützung für die Feierlichkeiten strich er um die Hälfte zusammen. Der Karneval gilt traditionell als unpolitisch.

Sieben Millionen Besucher erwartet

Noch wenige Stunden vor dem Auftakt war unklar gewesen, ob das Spektakel würde stattfinden können. Die Feuerwehr untersuchte den Sambódromo am Vormittag auf Geheiß der Justiz auf Sicherheitsmängel und hätte bei Bedenken die Veranstaltung absagen können. Gut eine Stunde vor dem geplanten Beginn gab das zuständige Gericht Entwarnung. Dann bereitete allerdings starker Regen Probleme, das Wasser stand stellenweise knöchelhoch.

Die Stadtverwaltung Rio erwartet für den gesamten Karneval, der schon seit Tagen auf den Straßen mit Auftritten von Samba- und Tanzgruppen gefeiert wird, sieben Millionen Besucher aus dem In- und Ausland. Mehrere tausend Polizisten sind im Einsatz. Auch in zahlreichen anderen Städten wie São Paulo oder Salvador wurde der Karneval eröffnet.

bam/AFP/dpa