Karnevalsauftakt: Narren stürmen die Republik - DER SPIEGEL
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Karnevalsauftakt Narren stürmen die Republik

Die fünfte Jahreszeit hat begonnen: Quer durch die Republik schunkelten sich Tausende Narren und Jecken den nasskalten November warm. Allein in Köln waren 40.000 Kostümierte auf den Beinen.
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Köln/Mainz – Mit Narhallamarsch und "Alaaf"-Rufen feierten die Kölner Jecken heute Vormittag den Beginn der Karnevals-Saison. Heumarkt, Alter Markt und Rathausplatz verwandelten die Karnevalisten in ein Meer von Kostümen. Unter dem Motto "Mir all sind Kölle" präsentierte sich auch erstmals das Dreigestirn von Prinz, Bauer und Jungfrau, die allerdings von einem Mann verkörpert wird.

Während in Düsseldorf 2000 Karnevalisten dem Wetter trotzen und das traditionelle Hoppeditz-Erwachen feierten, verpflichteten sich die Narren in Mainz auf das "Närrische Grundgesetz". "Die Würde eines Narren ist unantastbar", erklärte Monika Seib-Cembolista von der Haubinger Fastnachgesellschaft und zitierte damit Artikel eins der närrischen Karnevals-Verfassung.

Bis Aschermittwoch könnten nun alle Mainzer Bürger zum Fastnacht-Dienst verpflichtet werden. Wer den Einsatz an Konfettikanone und Holzgewehr verweigere, könne seinen Ersatzdienst auch als Sänger oder Büttenredner leisten – soweit dies dem Volk zuzumuten sei.

Nach dem heutigen Karnevals-Auftakt beginnt die Hochzeit des närrischen Treibens erst im Januar 2007. Mit Kostüm-Bällen und Karnevalssitzungen werden dann die Rosenmontagszüge am 19. Februar vorbereitet.

jkr/AP/dpa