Zu beliebt Katholische Kirche in Kenia tauscht ihren Messwein aus – damit die Kenianer ihn nicht mehr trinken
Bischof Maurice Muhatia Makumba verkündete die Einführung eines neuen Messweins
Foto: SOPA Images / Sipa USA / picture allianceDie katholische Kirche in Kenia hat eine neue Messwein-Marke eingeführt, weil das zuvor getrunkene Produkt in Bars zu weite Verbreitung gefunden hat. »Der neu zugelassene Wein wird in keinem Geschäft verkauft«, sagte der Erzbischof der Stadt Nyeri, Anthony Muheria, der britischen BBC . Das Produkt sei im Besitz der kenianischen Bischofskonferenz und werde ausschließlich an die Diözesen übergeben. Zuvor hatte das katholische Nachrichtenportal ACI Africa berichtet.
Die Überwachung der Qualität des Weins werde den katholischen Bischöfen übertragen, sagte Muheria weiter. Das Prozedere werde regelmäßig überprüft. Zuvor war der Messwein von einem lokalen Unternehmen vertrieben worden. Über dieses fand er den Weg in zahlreiche Spirituosengeschäfte, Hotels, Bars und Supermärkte. »Es ist leider üblich geworden, dass der bisherige Wein in weltlichen Geschäften und Bars leicht erhältlich ist«, sagte Erzbischof Muheria der BBC.
Der neue Messwein wurde den Angaben zufolge am vergangenen Wochenende im Rahmen einer Feier zum nationalen Gebetstag offiziell vorgestellt. »Dies ist der einzige Wein, der in Zukunft bei Messfeiern im ganzen Land verwendet werden soll«, erklärte der Vorsitzende der kenianischen Bischofskonferenz, Maurice Muhatia Makumba, nach Medienangaben. Dabei hielt er eine Flasche des neuen Weins in der Hand.
»Kelch der Freude«
Weiter rief Makumba alle katholischen Kirchen des Landes dazu auf, den alten Wein nicht mehr zu verwenden, und forderte die Priester auf, sich mit den neuen Vertriebsrichtlinien vertraut zu machen. Dass das Produkt in Geschäften nicht erhältlich sei, werde dessen Reinheit gewährleisten.
Unterstrichen wird die Exklusivität des neuen Weins auch durch einen Sinnspruch auf dem Etikett. »Die Frucht des Weinstocks und die Arbeit menschlicher Hände werden unser Kelch der Freude werden«, steht darauf.
Damit wären die Fronten geklärt.