Lästerattacke Lagerfeld zieht über Doherty und Simpson her
New York - Pete Doherty, Frontsänger der Babyshambles und Gefährte von Kate Moss, sei Geschichte. "Seine Musik, sein Look - vorbei. Darüber muss man gar nicht mehr nachdenken", so das vernichtende Urteil des deutschen Modedesigners. Dohertys Look habe er schon in den sechziger und siebziger Jahren getragen.
Lagerfeld verschoss in einem Interview mit dem amerikanischen Magazin "Harper's Bazaar" seine Giftpfeile in alle Richtungen. Die derzeit in den USA laufende Fernsehsendung "Project Runway" von Model Heidi Klum sei einfach nur "Müll". Über Popsängerin Jessica Simpson lästerte Lagerfeld, er sei "wirklich nicht sehr beeindruckt", und eine Reihe weiterer Stars seien "ohne jeden Schick". So lautet sein Urteil über die Olsen-Zwillinge Mary-Kate und Ashley: "Ihr Image ist nicht stark genug."
Der exzentrische Modedesigner Lagerfeld, nach eigenen Angaben 67 Jahre alt, ist als Lästerzunge berühmt und berüchtigt. In den vergangenen Jahren platzierte er zahlreiche Verbalattacken gegen Prominente. Sogar über die britische Königin Elisabeth II. ätzte er, sie sei "in der Mode von vor 40 Jahren stehen geblieben, die sich auf saure Farben stützt, die im Fernsehen gut rauskommen". Über Lady Di sagte er in diesem Jahr, sie sei hübsch und niedlich gewesen, "aber dumm".
Auch seine Kollegen kommen bei dem Modeschöpfer nicht gut weg. Wolfgang Joop sehe aus "wie eine alte Geisha", sagte Lagerfeld der Frauenzeitschrift "Petra". Jean-Paul Gaultier könne "auch mal das Ringelhemdchen lassen" und von seinem langjährigen Rivalen Yves Saint-Laurent wollte Lagerfeld "das weinerliche Geseiere nicht hören oder den Quatsch vom dauernden Leiden".
Bei all der ätzenden Kritik nimmt Lagerfeld sich selber nicht aus. Er sei nur eine Karikatur, ließ der Designer einmal verlauten, und er fühle sich wie eine Marionette - an der er aber selber die Fäden ziehen könne. Was er mit der letzten Lästerattacke wieder unter Beweis gestellt hat.
sön/ddp