Löschhilfe aus Frankreich: Griechische Feuerwehr kämpft gegen Waldbrände - DER SPIEGEL
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Löschhilfe aus Frankreich Griechische Feuerwehr kämpft gegen Waldbrände

Eine Serie von Waldbränden hält die griechische Feuerwehr in Atem. Die Feuer wüten in mehreren Landesteilen, bedrohen Ortschaften, Tausende Hektar Land sind bereits abgebrannt. Nun schicken Frankreich und Spanien Löschflugzeuge in die Region.
Flammen in Griechenland: Zahlreiche Ortschaften bedroht
Flammen in Griechenland: Zahlreiche Ortschaften bedroht

Flammen in Griechenland: Zahlreiche Ortschaften bedroht

Foto: Dimitris Alexoudis/ dpa
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Athen - Die Waldbrände in Griechenland drohen außer Kontrolle zu geraten. Die griechische Feuerwehr kämpft gegen mindestens sieben große Waldbrände von der griechisch-türkischen Grenze bis zum Stadtrand Athens. Nun haben die Behörden um die Unterstützung anderer europäischer Länder gebeten.

Spanien und Frankreich hätten der Entsendung von jeweils zwei Löschflugzeugen zugestimmt, die voraussichtlich noch am Freitag eintreffen sollten, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Es wurde auch mit Hilfe aus Portugal und Italien gerechnet.

In den vergangenen 24 Stunden waren in mehreren Landesteilen von Griechenland rund 90 Brände ausgebrochen, darunter ein Großfeuer nahe der Grenze zur Türkei. In zwei Gebieten im Nordosten und Westen des Landes wurde der Notstand ausgerufen. Ein kleines Dorf nahe der türkischen Grenze wurde vorsorglich evakuiert. Nach Angaben der Feuerwehr ist bislang nichts über Schäden an Häusern oder Verletzte bekannt.

Ein am späten Donnerstagabend ausgebrochenes Buschfeuer bedrohte zunächst Häuser in einem südlichen Vorort der Hauptstadt Athen. Mehr als hundert Feuerwehrleute versuchten die Flammen einzudämmen. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde unter anderem ein unfertiges Haus beschädigt, mehrere Vorgärten brannten ab.

3000 Hektar Land im Nordosten zerstört

In der nordöstlichen Evros-Region an der griechisch-türkischen Grenze waren mehr als 300 Feuerwehrleute, Wehrpflichtige sowie fast 50 Feuerwehrautos die Nacht über im Einsatz. In dem Gebiet wurden bereits rund 3000 Hektar Land zerstört. Sieben Löschflugzeuge, die im Kampf gegen den Brand halfen, konnten nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr eingesetzt werden.

Das Feuer brach am Mittwoch aus und breitete sich, angefacht von Winden, rasch aus. Die griechische Polizei nahm einen Landwirt fest. Die Behörden haben den Verdacht, dass dessen defekter Traktor Funken sprühte und das zundertrockene Unterholz in Brand setzte.

Auf der Ferieninsel Zakynthos, nahe der westlichen Stadt Messolonghi, den Städten Amfilochia und Aitoloakarnania im Westen und der nordwestlichen Ortschaft Ioannina wüteten fünf weitere große Waldbrände. Nach Behördenangaben waren bewohnte Gegenden aber nicht bedroht.

Waldbrände sind in Griechenland während des Sommers nicht ungewöhnlich. Vor vier Jahren zerstörte eine Serie von Bränden rund 100.000 Hektar Waldgebiet in zentralen und südlichen Gebieten des Landes. 76 Menschen kamen damals ums Leben.

jok/APD