Zwischenfall bei Prozession Von Eiche erschlagen - Tote und Verletzte auf Madeira
Rettungskräfte am Unglücksort
Foto: DE GOUVEIA/ EPA/ REX/ ShutterstockBei einer religiösen Prozession auf der Urlaubsinsel Madeira hat ein umstürzender Baum zwölf Menschen getötet, Dutzende weitere wurden laut Behörden teils schwer verletzt. Zuvor war von zwei Todesopfern die Rede gewesen.
Auf Bildern des Fernsehsenders RTP ist zu sehen, wie Rettungskräfte neben einer Gruppe von Bäumen arbeiten. Warum der Baum fiel und um wen es sich bei den Opfern handelt, ist offen. Auf einem im Internet verbreiteten Video ist zu sehen, wie der Baum stürzt, Menschen liefen in Panik in alle Richtungen davon.
Laut "Público" handelte es sich bei dem Baum um eine 200 Jahre alte Eiche. Sie war demnach schon seit Jahren als gefährlich und umsturzgefährdet eingestuft worden. Der Baum kippte offenbar plötzlich mitsamt Wurzelwerk um und traf mehrere Gläubige, die in der Nähe an einem Verkaufsstand Kerzen erwerben wollten.
Zahlreiche Helfer waren im Einsatz, darunter ein Einsatzteam von Ärzten, mehrere Krankenwagen und die Feuerwehr. Das Fest wurde nach dem tragischen Vorfall abgebrochen. Portugals Premierminister António Costa äußerte sich bestürzt und drückte den Angehörigen der Opfer auf Twitter sein Beileid aus.
Das Unglück ereignete sich während der Festlichkeiten zu Ehren der heiligen Jungfrau "Nossa Senhora do Monte", dem größten und berühmtesten religiösen Festival auf der Insel im Atlantik. Es lockt jährlich Tausende Besucher aus aller Welt in die Hauptstadt Funchal. Die Straßen und die Kirche in den Bergen von Monte werden dabei aufwendig mit Blumen geschmückt.